Frankfurt geht den richtigen Weg

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Frankfurt geht den richtigen Weg

Zahl der Drogentoten nimmt weiter ab

Frankfurt geht den richtigen Weg
Logo Pfeile © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Drogenreferat

(pia) Im Jahr 2012 sind in Frankfurt 21 Menschen am Konsum illegaler Drogen gestorben, im Vorjahr waren es 26. Die 15 Männer und sechs Frauen waren zwischen 30 und 59 Jahren alt. In den meisten Fällen führte der Mischkonsum verschiedener Substanzen zum Tod, bei einigen Konsumenten kam es durch den jahrelangen Drogenmissbrauch zum Organversagen. Die meisten Verstorbenen waren den Behörden als langjährige Konsumenten „harter“ Drogen bereits bekannt.

 

Die Anzahl der Drogentoten in Frankfurt ist damit niedriger als in den Jahren zuvor. Mussten 2007 noch 44 Menschen als Drogentote gezählt werden, so lag diese Zahl in den Jahren 2008 bis 2010 konstant bei 33. Der Rückgang ist auch bundesweit zu beobachten: Mit 986 Drogentoten in 2011 in Deutschland ist die Anzahl erstmals seit 1989 wieder unter Tausend gefallen, 1991 war sie mit 2.125 am höchsten.

 

Die Frankfurter Gesundheitsdezernentin und Vorsitzende der Montagsrunde Rosemarie Heilig kommentiert diese Entwicklung folgendermaßen: „Gute Drogenpolitik zeichnet sich dadurch aus, dass wir die Drogenproblematik lindern - lösen können wir sie nicht. Unser ‘Frankfurter Weg' weist aber offensichtlich in die richtige Richtung. Man muss sich vor Augen führen, dass es 1991 zu Zeiten der offenen Drogenszene in der Taunusanlage keine niedrigschwelligen Hilfen und 147 Drogentote gab.“

 

Polizeipräsident Achim Thiel sagt dazu: „Der Frankfurter Weg aus Hilfsangeboten, Prävention und Repression ist der richtige Weg! Drogenabhängigkeit ist ein gesellschaftliches Problem, dem mit gesamtgesellschaftlichem Engagement, an dem sich die Frankfurter Polizei nach Kräften beteiligt, begegnet werden muss.“

 

Die „Montagsrunde“ ist ein interdisziplinäres Gremium, das die Vorgehensweise zur Vorbeugung und Linderung der Drogenproblematik in der Stadt Frankfurt abstimmt. Unter dem Vorsitz von Rosemarie Heilig treffen sich alle 14 Tage Vertreter der Polizei, die Leitungen des Ordnungsamtes, des Amtes für Gesundheit, des Jugend- und Sozialamtes, Vertreter der Staatsanwaltschaften beim Oberlandes- und Landgericht, des Staatlichen Schulamtes, der Geschäftsstelle des Präventionsrates, sowie der Träger der Frankfurter Drogenhilfe und das Drogenreferat der Stadt Frankfurt. Zentrale Aufgabe der Montagsrunde ist, Empfehlungen für die Weiterentwicklung von Hilfemaßnahmen in Balance mit repressiven Strategien zu entwickeln, die gleichermaßen die Lebensqualität von Drogenkonsumierenden und Nicht-Drogenkonsumierenden in der Stadtgesellschaft verbessern sollen.

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