OB-Kolumne

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Oberbürgermeister

Aufbruch und Neuanfang

Oberbürgermeister Peter Feldmann, Foto: Felix Wachendörfer
Oberbürgermeister Peter Feldmann © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Felix Wachendörfer

Liebe Frankfurterinnen und Frankfurter,

 

am 22. April 2021 ist das Stadtparlament zu seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl zusammengekommen. Diese konstituierende Sitzung findet in einer Zeit statt, die nicht einfach ist. Es klingt wie eine Phrase, aber ich meine es ernst: Diese Pandemie verlangt uns allen viel ab. Und ich darf hinzufügen: Sie tut uns allen nicht wirklich gut.

Die Lage ist jedoch nicht ohne Ausweg: Die Impfungen schreiten endlich mit Tempo voran – auch in Frankfurt. Ich hoffe, dass sich dadurch das Virus eindämmen lässt, dass sich die Intensivstationen wieder leeren, dass die menschlichen Tragödien weniger werden, die sich jeden Tag in unseren Kliniken abspielen.

Die andere Hoffnung, war am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung zu sehen. Viele neue Gesichter, ein neues Parlament, dass die Geschicke unserer Heimatstadt für die kommenden fünf Jahre in die Hand nehmen wird.

Was bei einem solchen Neuanfang bleibt, ist ein Blick zurück. Was bleibt ist ein großer Dank an die Akteure der vergangenen Legislaturperiode: an die Abgeordneten, die diesem Parlament nicht mehr angehören; an Entscheidungen, die mich selbst persönlich glücklich gemacht haben, etwa zu günstigeren Mieten, zum freien Eintritt in Schwimmbäder, Museen und dem Zoo, zu kostenfreien Kita-Plätzen, zum Ein-Euro-Ticket für Senioren, Kinder und Jugendliche.

Mein besonderer, persönlicher Dank gilt Herrn Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler – dem ersten Bürger dieser Stadt, wie es so schön heißt. Er hat die Sitzungen des Parlaments mit großer Umsicht gestaltet. Die Stadt Frankfurt ist ihm zu großem Dank verpflichtet.

Noch etwas haben Neuanfänge an sich: Es gilt nach vorne zu schauen. Ich bin selbst gespannt, in welche Richtung es politisch geht. Jetzt schlägt die Stunde der Parteien. Darin liegt eine große Verantwortung und ich wünsche den neuen Partnern erfolgreiche Verhandlungen.

Die vor uns liegende Zeit erfordert eine starke Stadt. Wir müssen investieren in das soziale und das ökologische Frankfurt. Zugleich müssen wir die wirtschaftliche Basis stärken, ohne die Veränderungen zum Besseren nicht möglich sind. Wir dürfen niemanden zurücklassen. Und wir müssen unser Frankfurt nach der Pandemie wiederaufbauen – als Stadt für alle, die keinen zurücklässt.

Dieser Aufbruch kann und wird gelingen. Auch weil Frankfurt schon immer eine Stadt war, in der die Bürger mitreden, in der viel diskutiert und debattiert wird.

Deshalb bitte ich Sie: Bringen Sie sich ein. Lassen uns teilhaben an Ihren Ideen – über Initiativen und Vereine, in Bürgersprechstunden, bei Online-Formaten. Dieses neugewählte Parlament ist Ihr Parlament. Es ist ein Ort des Diskurses, mitten in der Stadt, mitten im Leben.

Bleiben Sie gesund.

Ihr
Peter Feldmann


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