KA 37 vom 27.08.2013 Anzahl der Medizinstudent/-innen an der Goethe-Universität mit Migrationsnachweis

KA 37 vom 27.08.2013 Anzahl der Medizinstudent/-innen an der Goethe-Universität mit Migrationsnachweis

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KAV 2013 Anregungen und Anfragen

KA 37 vom 27.08.2013 Anzahl der Medizinstudent/-innen an der Goethe-Universität mit Migrationsnachweis

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© Stadt Frankfurt Main

Frankfurt a. M., 27.08.2013

 

Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main

 

Gemäß dem Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 27. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung vom 26.08.2013 wird der Magistrat gebeten, die nachfolgenden Fragen zu beantworten:

 

Liegen dem Magistrat Informationen vor:

 

1. Ob die Goethe- Universität eine Student/-innenstatistik hat, aus der hervorgeht, wie hoch der immatrikulierte Anteil zugezogener und hier geborener Student/-innen mit Migrationsnachweis ist, die Medizin als 1. Hauptfach gewählt haben?

 

2. Inwieweit die Bausteine der Lehrmodule auf eine kultursensible Medizin fokussiert sind bzw. gelehrt werden?

 

Begründung:

Der niedergelassene Internist und Präsident der Landesärztekammer Hessen, Dr. med. Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach, erwähnte beim 114. Deutschen Ärztetag, dass der Nachwuchs gefördert und dass Weiterbildung familienfreundlicher gestaltet werden müsse. Denn "um dem wachsenden Ärztemangel entgegen zu wirken, muss ein Masterplan zur Bindung und Gewinnung des ärztlichen Nachwuchses entwickelt werden."

 

(http://www.laekh.de/presse/pressemitteilungen/aktuelle-pms/2011_05_25_aerzteschaft_muss_flagge_zeigen.htmlExternal Link)

 

Hierbei sieht die KAV einen weiteren Anlass, dass durch eine stärkere Partizipation von binnen / und ausländischen studierten Mediziner/-innen der Ärztemangel kompensiert wird.

 

Masterplan gegen Ärztemangel

"Um dem wachsenden Ärztemangel entgegen zu wirken, muss ein Masterplan zur Bindung und Gewinnung des ärztlichen Nachwuchses entwickelt werden", so von Knoblauch zu Hatzbach weiter: "Der Nachwuchs geht dorthin, wo Arzt sein Freude macht!

Zwangsmaßnahmen und Planwirtschaft sind völlig fehl am Platz. Die Ärzteschaft muss den ärztlichen Nachwuchs fördern und deutlicher als bisher Einfluss auf die beruflichen Rahmenbedingungen nehmen. Das fängt bei der ärztlichen Weiterbildung an, deren Regelung ureigene Aufgabe der Ärztekammern ist. Es gilt, Weiterbildung flexibler zu gestalten und stärker an den Bedürfnissen junger Ärztinnen und Ärzte (Vereinbarkeit von Beruf und Familie) auszurichten. Weiterbildung ist nur unter Mitwirkung der niedergelassenen und angestellten Ärzteschaft möglich. Hierfür sind die Voraussetzungen zu schaffen!""Ich setze mich dafür ein, dass die Ärztekammern – gemeinsam mit den zuständigen Landesministerien – die entscheidenden Player auf Landesebene werden", so von Knoblauch zu Hatzbach weiter. Bei Versorgungsengpässen vor allem in ländlichen Gebieten und sozialen Brennpunkten müssten vermehrt sektorübergreifende Regelungen getroffen werden. "Die Verteilung von ärztlicher Arbeit in strukturschwachen Gebieten muss Hand in Hand gehen, das heißt in beide Richtungen – sowohl ambulant mit stationär als auch stationär mit ambulant." Die im Versorgungsgesetz geplante Flexibilisierung bei der Nebenbeschäftigung von Vertragsärzten in Krankenhäusern sei daher ein geeigneter Weg, um Schnittstellen zu verringern.

 

Staat STG Anzahl

A 107 Medizin 186

B 107 Medizin 105

D 107 Medizin 2381

E 107 Medizin 73

 

gez. Enis Gülegen

(Vorsitzender der KAV)

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