KA 29 vom 27.11.2012 „Fußballplatz an der Sportfabrik der FTG Frankfurt (Bockenheimer Wiesenweg)“

KA 29 vom 27.11.2012 „Fußballplatz an der Sportfabrik der FTG Frankfurt (Bockenheimer Wiesenweg)“

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KAV 2012 Anregungen und Anfragen

KA 29 vom 27.11.2012 „Fußballplatz an der Sportfabrik der FTG Frankfurt (Bockenheimer Wiesenweg)“

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© Stadt Frankfurt Main

Frankfurt a. M., 27.11.2012

 

Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main

 

Gemäß dem Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 20. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung vom 26.11.2012 wird der Magistrat gebeten, die nachfolgenden Fragen zu beantworten:

 

1. Wann wird der desolate Fußballplatz an der Sportfabrik der FTG Frankfurt saniert?

 

2. Welche Maßnahmen sind vorgesehen und wie hoch soll der Zaun werden? Zu berücksichtigen ist, dass der Fußballplatz für einen Standardplatz zu klein ist.

 

3. Wer wird den neu sanierten Fußballplatz benutzen?

 

4. Wie viele Fußballplätze in Frankfurt am Main befinden sich in ähnlich schlechtem Zustand?

 

5. Wie oft werden Frankfurter Fußballplätze, bzw. wann wurden zum letzten Mal Frankfurter Fußballplätze kontrolliert?

 

Begründung:

Die Ausübung von Mannschaftssportarten wie Fußball oder Volleyball trägt wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung bei, fördert die Entwicklung des Selbstwertgefühls und das Erlernen von Werten wie Fairness, Respekt und das Zusammenleben. Mannschaftssport fördert die Integration, vor allem im Amateurbereich. In einer internationalen Stadt wie Frankfurt am Main gibt es viele Möglichkeiten für alle Bürger/-innen, verschiedene Mannschaftssportarten auszuüben. Allerdings suchen viele Fußballvereine, deren Mitglieder teilweise (k)einen Migrationshintergrund haben einen Fußballplatz, und zwar seit mehreren Jahren.

 

Und es ist verwunderlich, dass ein Fußballplatz mitten in der Stadt (Sportfabrik der FTG Frankfurt in Bockenheim) sich seit Jahren in einem solch desolaten Zustand befindet. Nach starken Regenfällen steht das Spielfeld tagelang unter Wasser. Das Unkraut überwuchert den Platz und den angrenzenden Gehweg. Der Platz ist kein schönes Bild für unsere Stadt, da die nahe liegenden Wege von vielen Frankfurter/-innen benutzt werden.

 

Da die Anfrage nach Sportstätten sehr groß ist, sollte eine Neugestaltung der Sportanlage möglichst schnell stattfinden. Der Weg zu den Umkleide- und Duschräumen an der nahe gelegenen Anlage, die mitbenutzt werden könnten, ist kurz. Also, es geht vor allem um die Sanierung des Rasens.

 

Da der oben genannte Platz zu klein für einen Standardfußballplatz ist, bestünde eine mögliche Alternative in der Einrichtung von zwei Bolzplätzen, u.a. auch weil der nahe gelegene Bolzplatz am Wochenende nicht ausreichend ist. Gerade beim „Wochenende“-Amateurfußball, bei dem alle Interessent/-innen mitspielen können, wird der Integrationsprozess gefördert. Unter den Spielern sind Menschen mit unterschiedlicher Herkunft, dabei ist die deutsche Sprache nicht nur ein Verständigungsinstrument, sondern ein Mittel zur besseren Integration. Es ist wichtig zu erwähnen, dass der Fußballplatz ein von drei Seiten von Bäumen, Wasserkanal, dichten Büschen und Kleingärten umgebenes Gelände ist. Ein hoher Zaun ist dabei unerlässlich, da sonst der Spielverlauf einer so dynamischen Sportart wie Fußball nicht gewährleistet werden kann (z.B.: man könnte die Bälle nicht mehr zurückholen). Generell sind Fußballplätze sehr begehrt und Investitionen dieser Art lohnen sich aus vielerlei Aspekten.

 

Deswegen ist es wichtig, dass die Kontrolle aller Fußballplätze und die mögliche Neu- bzw. Umgestaltung möglichst schnell stattfinden. Dabei ist zu beachten, dass bei der Belegung von Fußballplätzen, die seit Jahren nicht mehr genutzt wurden, Vereine bevorzugt werden, die seit langer Zeit auf geeignete Fußballplätze warten. Eine internationale Stadt Frankfurt am Main sollte auch auf sportlichem Gebiet auf die Balance und Diversität achten.

 

gez. Sertac Cetiner

(stellv. Vorsitzender der KAV)

Stellungnahme des Dez. IX –Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr-

Amt/Betrieb: - Sportamt -

Frankfurt a. M., 25.01.2013

 

Der Magistrat hat die nachstehende Stellungnahme am 22.02.2013 zur Kenntnis genommen.

 

Zu 1.)

Der genannte Fußballplatz ist Bestandteil der städtischen Sportanlage Bockenheim, diese besteht darüber hinaus aus einem Tennenplatz, einem Rasenplatz mit Tennenlaufbahn, einem Kunststoffkleinfeld und einer Nebenfläche im nordwestlichen Bereich der Sportanlage.

 

Der in der Frage genannte Tennenplatz wird aufgrund zahlreicher Beschwerden der Nachbarschaft nicht mehr für den Sport genutzt. Im Sommer 2004 wurden Absprachen mit den Vereinen und Anwohnern getroffen, die zur Folge hatten, dass der Tennenplatz nicht mehr bearbeitet / gepflegt wird. Zwischenzeitlich haben sich Wegebeziehungen gebildet, die den Platz queren. Das zuständige Fachamt hat die Tore demontiert, so dass eine Nutzung als Sportplatz kaum möglich ist.

 

Das Fachamt bedauert diesen Zustand, sieht sich jedoch aufgrund der Konflikte nicht in der Lage, zum jetzigen Zeitpunkt eine Veränderung der Situation zu erreichen.

 

Zu 2.)

Aufgrund der unter Punkt 1 genannten Situation ist keine Bau- oder Sanierungsmaßnahme auf der in Rede stehenden Fläche vorgesehen.

 

Unabhängig von der beschriebenen Situation stehen aktuell keine Mittel zur baulichen Veränderung oder Sanierung der Sportfläche zur Verfügung. Die Entscheidung, ob Mittel zur Sanierung bereit gestellt werden, müssten in den kommenden Haushaltsabrechnungen getroffen werden.

 

Zu 3.)

Die Sportanlage Bockenheim wird vom VfR 1955 Bockenheim und dem SV Eritrea Frankfurt und zahlreichen Hobby-Mannschaften genutzt. Da keine Sanierung des Tennenplatzes hinter der Sportfabrik der FTG Frankfurt vorgesehen ist. Kann die Frage nicht beantwortet werden.

 

Zu 4.

Im Stadtgebiet gibt es keine Sportfläche, die sich in einer vergleichbaren Situation befindet.

 

Zu 5.

Die 55 städtischen Sportanlagen befinden sich in der Mehrzahl in der Betreuung von Vereinen. Die Anlagen werden regelmäßig vom Fachpersonal des zuständigen Amtes begutachtet und bewertet. Zudem stehen die betreuenden Vereine in einem engen Dialog mit den Mitarbeitern der Sportbezirke.

 

gez. Markus Frank

(Stadtrat)

 

Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung, 24. Sitzung vom 08.04.2013, Kenntnisnahme

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