KA 7 vom 31.05.2011 Wie werden die Säle der Saalbau GmbH in Zukunft genutzt?

KA 7 vom 31.05.2011 Wie werden die Säle der Saalbau GmbH in Zukunft genutzt?

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KAV 2011 Anregungen und Anfragen

KA 7 vom 31.05.2011 Wie werden die Säle der Saalbau GmbH in Zukunft genutzt?

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© Stadt Frankfurt Main

Frankfurt a.M., 31.05.2011

Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main

Gemäß dem Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 6. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung vom 30.05.2011 wird der Magistrat gebeten, nachfolgende Fragen zu beantworten:

 

1. Gibt es eine Nutzungsänderung hinsichtlich der Vermietung von Sälen der Saalbau GmbH?

 

2. Sind Säle der Saalbau GmbH für bestimmte Kunden reserviert?

 

3. Ist ein Ausgleich für diesen Mangel an Sälen vorgesehen, z.B. Vergrößerung anderer Säle?

 

4. Wie sieht die Zukunft der Mietmöglichkeiten bei der Saalbau GmbH aus?

 

Begründung:

Zurzeit werden die Säle der Saalbau GmbH von 1800 Frankfurter Vereinen für kulturelle und sonstige Veranstaltungen genutzt.Es gibt jedoch nur 10 Säle der GmbH, die für mehr als 400 Besucher ausgerichtet sind und davon wiederum nur 5, die für große Kulturveranstaltungen genutzt werden können.Wenn von diesen 5 Sälen einer völlig für einen Vereinsring reserviert wird, bleiben lediglich 4 Häuser übrig, die für richtige Kulturveranstaltung genutzt werden können. Das ist zu wenig. Und darunter leiden kleine Vereine mit wenig Budget, was auf die Mehrzahl der Migrantenvereine zutrifft.

Die Möglichkeit, günstig Kulturveranstaltungen durchzuführen ist für Migrantenvereine, die dadurch zu einem friedlichen Miteinander beitragen, besonders wichtig. Ein Ausweichen auf andere Veranstaltungsorte ist hinsichtlich der Knappheit des Angebotes so gut wie unmöglich.

 

gez. Enis Gülegen

(Vorsitzender der KAV)

Stellungnahme des Dez. VII –Kultur und Wissenschaft-

Amt/Betrieb: Büro des Dezernenten

Frankfurt a. M., 26.07.2011

 

Der Magistrat hat die nachstehende Stellungnahme am 29.08.2011 zur Kenntnis genommen.

 

Für Kulturveranstaltungen bietet die SAALBAU verschiedene Arten der Raumeinrichtung an. Da die Fragesteller in Ihrer Begründung erkennen lassen, dass sie von der Bestuhlungsvariante, „Bankettbestuhlung“ ausgehen – können die von der KAV genannten Zahlen grundsätzlich bestätigt werden. Kulturveranstaltungen lassen sich aber auch unbestuhlt (z.B. Rockkonzerte) oder in Reihenbestuhlung durchführen. Dann ist das Raumangebot der SAALBU deutlich größer.

 

Bereits seit geraumer Zeit – zum Teil schon seit mehreren Jahren - musste die SAALBAU aufgrund massiver Beschwerden aus der Nachbarschaft wegen nächtlicher Lärmbelästigung die Vermietung für Kulturveranstaltungen verringern, so im SAALBAU Gallus, im SAALBAU Volkshaus Sossenheim (wo aufgrund von Vereinbarungen mit den Nachbarn, nur noch einmal monatlich länger, als bis 24.00 Uhr vermietet werden kann) und im SAALBAU Ronneburg. Beim SAALBAU Nidda gingen die Drohungen der Nachbarschaft sogar bis zu der Ankündigung, das Gebäude in Brand zu setzen.

Im BIKUZ ist die Möglichkeit für große Kulturveranstaltungen nach der Neuerrichtung weitestgehend entfallen. Bei der Neuplanung wurde die Abtrennbarkeit zwischen dem Saal und den übrigen Einrichtungen leider nicht bedacht. Sie ist auch nicht nachrüstbar. Nur durch einen personal- und damit kostenintensiven Sicherheitsdienst wäre eine Abtrennung der übrigen Einrichtungen im Gebäude sicher zu stellen.

 

Dies vorausgeschickt, beantworten wir die einzelnen Punkte der Anfrage wie folgt:

 

Zu 1.: Durch Umbaumaßnahmen kam und kommt es auch weiterhin immer wieder zu vorübergehenden Schließungen von SAALBAU-Häusern.

 

Durch Sanierungsmaßnahmen im SAALBAU Stadthalle Zeilsheim und im SAALBAU Nied sind dort neue Sportparkett-Fußböden eingebaut worden, die eine häufige Nutzung für gesellige Veranstaltungen zukünftig ausschließen. Eine grundsätzlich mögliche Abdeckung mit entsprechendem Material, um das Parkett zu schonen, konnte aus finanziellen und räumlichen Gründen nicht umgesetzt werden. Das Auslegen der Schutzschicht ist sehr personal- und damit kostenintensiv. In beiden Häusern gibt es im Übrigen keine ausreichende -Lagerkapazitäten für dieses Schutzmaterial. Um die Beschädigungen an den Böden in den genannten Saalbauten so gering wie möglich zu halten, werden dort nur noch gesellige Veranstaltungen der dortigen Vereine, die im jeweiligen Vereinsring Mitglied sind, zugelassen. Ansonsten siehe Antwort auf Frage 3.

 

Zu 2.: In allen Saalbauten haben grundsätzlich die Vereine, die in dem am Standort des Hauses tätigen Vereinsring zusammen geschlossen sind, ein Vormietrecht mit 1 ½ Jahren Vorlauf. Erst danach werden andere Vereine, kommerzielle Kunden und Familienfeiern berücksichtigt.

 

Zu 3.: Die Kapazität in einigen Häusern (z.B. SAALBAU Bornheim, SAALBAU Südbahnhof, SAALBAU Stadthalle Bergen) ist zurzeit durch Auflagen der Bauaufsicht so lange eingeschränkt, bis dort brandschutztechnische Ertüchtigungsmaßnahmen vorgenommen worden sind. Diese Maßnahmen sollen bis 2014 abgeschlossen sein. Zurzeit wird die Machbarkeit einer zusätzlichen Veranstaltungsräumlichkeit untersucht, die aber in Bankettbestuhlung voraussichtlich unter 400 Personen bleiben wird. An weitergehende Schaffung von zusätzlichen Kapazitäten wird derzeit nicht gedacht.

 

Zu 4.: über das zu den Fragen 1. bis 3. gesagte hinaus, kann hier nichts weiter geantwortet werden.

 

gez. Prof. Dr. Semmelroth

(Stadtrat)

 

Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung, 8. Sitzung vom 12.09.2011, Zurückweisung

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