KA 51 vom 15.06.2010 Erhalt und Nutzung der Räumlichkeiten des Studierendenhauses auf dem Campus Bockenheim

KA 51 vom 15.06.2010 Erhalt und Nutzung der Räumlichkeiten des Studierendenhauses auf dem Campus Bockenheim

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KAV 2010 Anregungen und Anfragen

KA 51 vom 15.06.2010 Erhalt und Nutzung der Räumlichkeiten des Studierendenhauses auf dem Campus Bockenheim

Frankfurt a. M., 15.06.2010

 

Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main

 

Gemäß dem Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 47. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung vom 14.06.2010 wir der Magistrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

 

1. Was unternimmt der Magistrat, um den Erhalt des denkmalgeschützten Studierendenhauses auf dem Campus Bockenheim und die öffentliche Nutzung durch unterschiedliche Bevölkerungsgruppen weiterhin zu garantieren?

 

2. Der Magistrat soll zu diesem Zweck mit dem Land Hessen verhandeln

 

3. Die KAV wird sich an der Entwicklung eines inhaltlichen Konzepts in Zusammenarbeit mit Vereinen und Initiativen aus dem Stadtteil beteiligen.

 

Begründung:

  • In absehbarer Zeit werden infolge des Umzugs der Goethe-Universität alle Räumlichkeiten des Studierendenhauses für eine Neunutzung zur Verfügung stehen. Auch heute finden vor Ort kulturelle Beiträge, wie Auftritte freier KünstlerInnengruppen, Filmabende Ausstellungen und Informationsveranstaltungen für den Stadtteil statt.
  • Im Sinne des Integrationskonzepts bietet das Studierendenhaus einen hervorragenden Platz zur kulturellen Begegnung zwischen Gruppen, Vereinen, Bürgern und Bürgerinnen mit und ohne Migrationshintergrund.
  • Ein kulturelles Zentrum wie das Studierendenhaus ist optimal geeignet zur Durchführung gemeinsamer Projekte, für den toleranten Umgang verschiedener Bevölkerungs- und Altersgruppen und deren Erfahrungsaustausch.
  • Die zentrale Lage mit ausgezeichneter Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel sowie das Fehlen geeigneter Einrichtungen in den Stadtteilen Bockenheim und Westend machen das Studierendenhaus zu einem bevorzugten Standort.

 

gez. Enis Gülegen

(Vorsitzender der KAV)

Stellungnahme des Dez. IV - Planen, Bauen, Wohnen und Grundbesitz

Amt/Betrieb: - Stadtplanungsamt / O11 -

Frankfurt a. M., 11.11.2010

 

Der Magistrat hat die nachstehende Stellungnahme am 29.11.2010 zur Kenntnis genommen.

 

Im Zuge der Überarbeitung des Rahmenplans wurden verschiedene Varianten zum Erhalt des Studierendenhauses untersucht. Im Ergebnis wurde insbesondere der östliche Gebäudeteil mit dem Festsaal im ersten Obergeschoss als besonderes erhaltenswert und integrierbar in die Planung eingestuft.

Der Westflügel des bestehenden Hauses greift stark in den geplanten öffentlichen Park entlang der ehemaligen Landwehr ein. Hier liegen die Gebäuderückseiten an prominenter Stelle im öffentlichen Grünzug, was der Gesamtplanung nicht gerecht wird. Der geplante Grünzug soll künftig der Naherholung für die neue Wohnnutzung und den Siedlungsbestand in Bockenheim dienen und die einzelnen Quartiere miteinander verbinden. Die überarbeitete Rahmenplanung schlägt daher einen Teilerhalt des Gebäudes vor.

 

Eine Nutzung des östlichen Teils des Gebäudes für kulturelle Zwecke ist denkbar und vorgesehen. Diese bietet sich insbesondere in Verbindung mit dem geplanten Kulturcampus an. Es ist beabsichtigt, diese im Rahmen des sich in Bearbeitung befindlichen Bebauungsplanentwurfs zu ermöglichen. In diesem Rahmen ist eine Nutzung als Kulturhaus und Treffpunkt unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen begrüßenswert und soll planungsrechtlich gesichert werden. Ihre tatsächliche Realisierung ist mit dem Raumbedarf der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst zu gegebenem Zeitpunkt abzuwägen und könnte nur im Einvernehmen mit dem Eigentümer der Flächen und mit finanziellem Engagement der Stadt Frankfurt am Main ermöglich werden. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der Vereinbarungen des Letter of Intent zu betrachten.

 

Eine Entscheidung hierüber ist mit der fortschreitenden Konkretisierung der Planungen zum Kulturcampus zu verknüpfen. Sie kann nicht über das Instrument planungsrechtlicher Maßnahmen getroffen werden und ist somit nicht konkreter Bestandteil der städtebaulichen Planung.

 

gez. Schwarz

(Stadtrat)

 

Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung, 2 Sitzung vom 10.01.2011, Kenntnisnahme

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