KA 48 vom 09.03.2010 Sprachstandserfassung für 4-4 ½ jährige Kinder “KISS”

KA 48 vom 09.03.2010 Sprachstandserfassung für 4-4 ½ jährige Kinder “KISS”

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KAV 2010 Anregungen und Anfragen

KA 48 vom 09.03.2010 Sprachstandserfassung für 4-4 ½ jährige Kinder “KISS”

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© Stadt Frankfurt Main

Frankfurt a. M., 09.03.2010

 

Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main

 

Gemäß dem Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 44. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung vom 08.03.2010 wir der Magistrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

 

Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung des Programms:

 

  • Wie viele ErzieherInnen und in welchen Kindertageseinrichtungen haben sich bereits fortgebildet?
  • Wieviele zertifizierte Sprachexperten gibt es in Frankfurt?
  • An welchen Kindertageseinrichtungen soll es erprobt werden?
  • bzw. an welchen Kindertageseinrichtungen wird es bereit umgesetzt?
  • Wie werden die Ergebnisse evaluiert und den Institutionen zur Verfügung gestellt?
  • Sind Konzepte und welche dabei entwickelt worden, um eventuelle Sprachauffälligkeiten von Kindern zu beheben und in welcher Form ist eine Zusammenarbeit mit weiteren Fachexperten (Ärzte-Ärztinnen / Logopädinnen/Logopäden usw.) eingeplant worden?
  • Wo finden die Sprachförderkurse bei Bedarf statt?
  • Wie ist die Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschule?

 

Begründung:

Das Kindersprachscreening “KISS” wird/sollte auch in den Frankfurter Kindertageseinrichtungen zur Überprüfung und Beobachtung des Sprachstands als auch der Bestimmung der sprachlichen Fähigkeiten und des Kommunikationsverhaltens durchgeführt werden, um rechtzeitig die Kinder bei Bedarf sprachlich zu fördern.

 

gez. Enis Gülegen

(Vorsitzender der KAV)

Stellungnahme des Dez. II –Bildung und Frauen-

Amt/Betrieb: 40.51.1 - Stadtschulamt -

Frankfurt a. M., 04.05.2010

 

Der Magistrat hat die nachstehende Stellungnahme am 21.05.2010 zur Kenntnis genommen.

 

  • 18 Kindertageseinrichtungen haben sich für die Fortbildung zu KISS angemeldet, eine Kita hat nach der Fortbildung nicht mehr am Programm teilgenommen. Die Anzahl der qualifizierten Erzieher/innen ist derzeit nicht bekannt.
  • Die Erprobungsphase ist bereits abgeschlossen, KISS wird in 17 Kitas eingesetzt.
  • Teilnehmende Kitas sind: Deutsch – spanischer Kindergarten, Ev. Kindergarten Nord – Ost, Kinderladen Sandflöhe, Kita im HR, Kinder – Bande, Freie Kinderschule, Kita Schaworalle, Diakonissen – Kinderhaus, Kindergarten KIBIZ, IFZ – Kita, Kindergarten der Jüdischen Gemeinde (mit 2 Kitas), Kita die Ameinsen, Kita Schildkröten (Träger Mainkrokodile, pmw Familienservice, Betriebs – Kita der Commerzbank, Kinderhaus Vogtstraße.
  • Die Evaluation erfolgt durch die wissenschaftliche Leitung des Projektes.
  • KISS sieht vor, Kinder mit Förderbedarf zu erfassen und hierbei zwischen medizinischem und pädagogischen Förderbedarf zu unterscheiden. Hierbei kooperieren vor Ort die Erzieher /innen der Kita mit den zertifizierten Sprachexpertinnen. Für den pädagogischen Förderbedarf sind die pädagogischen Mitarbeiter/innen in der Kita zuständig. Das Ministerium strebt bezüglich der pädagogischen Förderung eine Verankerung im Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan an. Eine notwendige medizinische Behandlung erfolgt über die niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte durch Logopädinnen und Logopäden.
  • Pädagogische Sprachförderung finden in den Kindertageseinrichtungen
  • Die Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschule gestaltet sich sehr unterschiedlich. Es gibt hier eine Bandbreite von sehr viel und wenig Kooperation, es kann daher keine generelle Aussage getroffen werden. Das Stadtschulamt plant zur Zeit eine Befragung in Frankfurter Kitas, nach der Auswertung des Fragebogens können hierzu differenzierte Aussagen gemacht werden.

 

gez. Jutta Ebeling

(Bürgermeisterin)

 

Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung, 47 Sitzung vom 14.06.2010, Kenntnisnahme

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