KA 40 vom 18.11.2008 Was ist mit dem bilingualen deutsch-griechischen Zweig an der Holzhausenschule geschehen?

KA 40 vom 18.11.2008 Was ist mit dem bilingualen deutsch-griechischen Zweig an der Holzhausenschule geschehen?

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KAV 2008 Anregungen und Anfragen

KA 40 vom 18.11.2008 Was ist mit dem bilingualen deutsch-griechischen Zweig an der Holzhausenschule geschehen?

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© Stadt Frankfurt Main

Frankfurt a.M., 18.11.2008

 

Gemäß dem Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 31. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung vom 17.11.2008 wird der Magistrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

 

Bezug nehmend auf den Zwischenbericht des Magistrats vom 19.09.2008, B 600 fragt die KAV an:

 

Warum wird das seit 30 Jahren in unserer Stadt erfolgreich arbeitende bilinguale deutsch-griechische Angebot an der Holzhausenschule nicht fortgesetzt?

 

gez.Enis Gülegen

(Vorsitzender der KAV)

Stellungnahme des Dez. II –Bildung und Frauen

Amt/Betrieb: 40.52.2 - Stadtschulamt -

Frankfurt a. M., 05.01.2009

 

Der Magistrat hat die nachstehende Stellungnahme am 23.01.2009 zur Kenntnis genommen.

 

Die Kinder der griechischen Klasse wurden zwischenzeitlich auf die Regelklassen aufgeteilt. Die Gestattungsanträge von Schülerinnen und Schülern fremder Schulbezirke, die das griechische Schwerpunktangebot nutzen wollen, werden weiterhin genehmigt.

 

Im Rahmen von spezifischen Unterrichtsprojekten sollen Kinder vom 1. Schuljahr an Gelegenheit erhalten, Handlungskompetenz in zweisprachigen Situationen aufzubauen. Das griechische Generalkonsulat stellt für dieses zusätzliche Sprach- und Kulturangebot personelle Unterstützung mit 10 – 12 Wochenstunden pro Jahrgang zur Verfügung. Diese 10 – 12 Wochenstunden werden je zur Hälfte auf Spracharbeit und Kulturangebote aufgeteilt. 5 Stunden Spracharbeit liegen am Vormittag, das Kulturangebot (Musik, Tanz, Theater, Märchen, Landeskunde) wird mit 5 – 7 Stunden auf die Zeit nach dem Regelunterricht verlegt.

 

Das Griechisch-Angebot ist offen und durchlässig für Kinder anderer Kulturkreise.

 

Die griechischen Klassen (im Schulprogramm als „Sonderform der Regelklassen“ bezeichnet) stammen aus der Zeit der auf Nationalitäten bezogenen Vorbereitungsklassen für die Kinder der Familien aus den Anwerbeländern. Als diese Vorbereitungsklassen in den 70-er Jahren zugunsten einer Beschulung dieser Kinder in Regelklassen aufgelöst wurden, hat die Griechische Gemeinde in einer zentral gelegenen Schule die Fortführung von je einer griechischen Klasse im Jahrgang erwirkt. Seitdem bestanden diese Klassen in den Jahrgängen 1-4.

 

Im Schuljahr 06/07 befanden sich bei einer Gesamtzahl von 411 Schüler/innen 63 Kinder in den vier griechischen Klassen, davon im 4. Schuljahr lediglich 11 Kinder. Für das Schuljahr 07/08 waren zum Anmeldetermin im Frühjahr 07 über Gestattungsanträge nur 19 Kinder angemeldet. Die damalige Schulleiterin gab an, dass aus dem eigenen Schulbezirk maximal mit 1-2 Kindern zu rechnen ist. Es wurden keine deutschen Kinder oder Kinder anderer Kulturkreise für diese Klassen angemeldet. Dies ist jedoch eine Grundlage für die Einrichtung eines bilingualen Sprachangebotes. Aufgrund dieser Situation wurde, wie oben beschrieben, mit dem neuen Schulleiter für das Schuljahr 08/09 eine neue Konzeption erarbeitet, die die Integration der griechischen Kinder in Regelklassen vorsieht, aber auch griechische Sprach- und Kulturangebote beinhaltet.

 

gez. Jutta Ebeling

(Bürgermeisterin)

 

Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung, 33 Sitzung vom 09.02.2009, Kenntnisnahme

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