KA 32 vom 05.08.2008 Schulungen der Mitarbeiter der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF)

KA 32 vom 05.08.2008 Schulungen der Mitarbeiter der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF)

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KAV 2008 Anregungen und Anfragen

KA 32 vom 05.08.2008 Schulungen der Mitarbeiter der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF)

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© Stadt Frankfurt Main

Frankfurt a.M., 05.08.2008

 

Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main

 

Gemäß dem Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 28. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung vom 04.08.2008 wird der Magistrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

 

1. Werden die Mitarbeiter der VGF interkulturell geschult?

 

2. Werden sie auch im sprachlichen Bereich, hinsichtlich Fremdsprachen weitergebildet?

 

3. Finden Schulungen im psychologischen Bereich, insbesondere in Bezug auf Konfliktbewältigung statt?

 

4. Gab es hinsichtlich der Behandlung der Bürgerinnen und Bürger seitens der Kontrolleure Beschwerden und wie hoch ist die Prozentzahl dieser Fahrgäste im Jahr 2007?

 

5. Sind die Fahrscheinkontrolleure direkt bei der VGF angestellt oder bei einem Unternehmen, welches mit der VGF in einem Dienstleistungsverhältnis steht?

 

6. Ist das Gehalt der Fahrscheinkontrolleure direkt oder indirekt abhängig von der Anzahl der festgestellten Ordnungswidrigkeiten (z. B. Fahren ohne gültigen Fahrausweis)?

 

Begründung:

Die Stadt Frankfurt ist eine internationale Stadt und möchte sich auch als solche positiv darstellen. Gerade der Service der VGF ist hierfür von großer Bedeutung, da Gäste wie auch die Bevölkerung der Stadt Frankfurt diesen Service direkt mit der Stadt in Verbindung bringen. Den Kontrolleuren der VGF kommt diesbezüglich eine besondere Rolle zu, sich ihrer Verantwortung und Funktion im Rahmen dieser Tätigkeit bewusst zu sein. Daher ist es erforderlich, sofern dies nicht der Fall sein sollte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VGF für diesen Bereich dementsprechend zu schulen.

 

gez. Enis Gülegen

(Vorsitzender der KAV)

Stellungnahme des Dez. VI –Verkehr–

Amt/Betrieb: – Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main –

Frankfurt a. M., 16.10.2008

 

Der Magistrat hat die nachstehende Stellungnahme am 10.11.2008 zur Kenntnis genommen.

 

Im täglichen Durchschnitt benutzen ca. 500.000 Fahrgäste die Verkehrsmittel der VGF. Die Fahrgaststruktur entspricht im Wesentlichen allen sozialen Schichten der Bevölkerung und deren Angehörigkeit zu den unterschiedlichsten Kulturkreisen. Daraus folgert, dass für die Tätigkeit im Kundendienst der VGF eine hohe soziale Kompetenz verbunden mit einem kundenorientierten Verhalten Voraussetzung ist.

 

Zu 1.

Spezielle interkulturelle Schulungen werden nicht durchgeführt. Ein Schwerpunkt der Ausbildung bezieht sich auf den Umgang mit Menschen sowie das kundenorientierte Verhalten.

 

Zu 2.

Für die Mitarbeiter im Kundendienst der VGF werden aufgabenbezogene Englischkurse bei einer Sprachenschule angeboten. Darüber bietet die VGF - Akademie allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen den Besuch von Fremdsprachenseminaren an.

 

Zu 3.

Grundlagen der Verhaltenspsychologie mit dem Schwerpunkt „Konflikte und deren Bewältigung“ sind ein fester Bestandteil im Ausbildungsprogramm für Fahrausweisprüfer. Dabei werden alle Eskalationsstufen intensiv behandelt.Bei anderen Tätigkeiten im Kundendienst wird dieses Thema in modifizierter Form geschult.

 

Zu 4.

In 2007 wurden - mit rückläufiger Tendenz - 32 Beschwerdefälle zum Fahrausweisprüfdienst im Beschwerdemanagement registriert. Bei im gleichen Zeitraum mehr als 1,735 Millionen geprüften Fahrgästen beträgt der prozentuale Anteil ca. 0,0018%.

 

Zu 5.

Es wird sowohl eigenes, bei der VGF angestelltes, als auch Fahrausweisprüfpersonal von Dienstleistern eingesetzt. Die qualitativen Ansprüche an das Fahrausweisprüfpersonal sind für alle gleich.

 

Zu 6.

Nein.

 

gez. Lutz Sikorski

(Stadtrat)

 

Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung, 32 Sitzung vom 12.01.2009, Kenntnisnahme

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