K 10 vom 31.10.2006 Versorgung mit städtischen Kita- und Hortplätzen

K 10 vom 31.10.2006 Versorgung mit städtischen Kita- und Hortplätzen

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Anregungen und Anfragen der KAV 2006

K 10 vom 31.10.2006 Versorgung mit städtischen Kita- und Hortplätzen

Frankfurt a.M., 31.10.2006

Anregung an die Stadtverordnetenversammlung

 

Gemäß Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 9. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung am 30.10.2006 wird folgende Bitte an die Stadtverordnetenversammlung gerichtet:

Stellungnahme des Dez. II –Bildung und Frauen–

Amt/Betrieb: 40.51.2 –Stadtschulamt–

Frankfurt a. M., 13.02.2007

 

Der Magistrat hat die nachstehende Stellungnahme am 05.03.2007 zur Kenntnis genommen.

 

Die bedarfsgerechte Bereitstellung von Kita-Infrastruktur in allen Stadtteilen gehört seit vielen Jahren zu den ausdrücklichen Leitzielen der Angebotsplanung im Bereich Kindertageseinrichtungen (vgl. zuletzt den Bericht B 524 vom 08.12.2006).

Daher hat der Magistrat auch im Jahr 2006 Auswirkungen auf den Plätzebedarf kalkuliert, Projekte zur Verbesserung der Versorgungssituation geplant und Umsetzungsschritte eingeleitet. Diese Maßnahmenplanung findet auch im Jahr 2007 fortlaufend statt.

 

Darüber hinaus hat der Magistrat in den letzten Monaten bereits einige Berichte vorgelegt, die sich auf den Kita-Bereich insgesamt oder auf Teilbereiche beziehen. Dies sind insbesondere:

 

- Bericht B 300 vom 12.06.2006 schreibt die Darstellung des Platzbestandes und die Ausbauplanung für die Altersstufe der Kinder unter 3 Jahren fort;

- Bericht B 400 vom 22.09.2006 zum Thema „Familienstadt“ berichtet u. a. über Planungen zur Einführung erweiterter Öffnungs- und Betreuungszeiten in den Kindertageseinrichtungen;

- schließlich liegt mit B 339 vom 28.08.2006 ein ausführlicher Bericht zum „Aufwachsen in Frankfurt am Main – Kinder, Jugendliche und ihre Familien: Situation und Entwicklungschancen“ vor (= Teil VII der Frankfurter Sozialberichterstattung), der u. a. die Bevölkerungsentwicklung und die Situation der Kindertageseinrichtungen behandelt.

 

In den letzten Jahren wurde das Angebot an Plätzen in Kindertageseinrichtungen in allen Altersbereichen ausgebaut:

 

siehe rechtsTabelle zur Entwicklung des Gesamtangebots an Kita-Plätzen 2000-2005

Auch im Jahr 2006 konnte diese Ausbauplanung fortgesetzt werden. Die entsprechenden Daten werden zurzeit im Stadtschulamt ausgewertet. Es wird hier davon ausgegangen, dass die geplante Angebotserweiterung (300 Plätze für Unter 3 Jährige; 320 Plätze im Kindergarten- und 80 Plätze im Hortbereich) auch in diesem Jahr erreicht wird.

Auch bei den Grundschulkindern ist die Nachfrage nach Plätzen stetig gestiegen, obwohl hier in den letzten 5 Jahren erneut ein erheblicher Ausbau des Platzangebots realisiert wurde. Zwischen 2000 und 2005 wurden über 800 zusätzliche Hortplätze geschaffen und eine Gesamtzahl von über 9.000 Plätzen erreicht.

Parallel dazu wurde das Betreuungsangebot an den Grundschulen ausgebaut und weiterentwickelt: hier stehen zum Stichtag 1. November 2005 insgesamt 1.886 Plätze für Schulkinder in der Über-Mittag-Betreuung zur Verfügung.

Für den in der Anregung der KAV benannten Stadtteil Niederrad ist eine Erweiterung des Hort- und Betreuungsangebots für Schulkinder in den Grundschulbezirken Friedrich-Fröbel-Schule und Frauenhofschule zurzeit in Prüfung. Am 30.01.2007 fand ein Ortstermin in beiden Niederräder Grundschulen mit Vertretern des Stadtschulamtes statt.Angedacht ist eine Erweiterung der KT 64 an der Frauenhofschule. Hier soll eine weitere Hortgruppe mit 20 Plätzen eingerichtet werden. Die räumlichen Kapazitäten sind nach Wegfall der Förderstufe zum Sommer 2006 hier vorhanden.

Parallel hierzu soll die Betreuung an der Friedrich-Fröbel-Schule sowohl zeitlich, als auch in Bezug auf die Anzahl der Plätze erweitert werden. Geplant ist hier zunächst ein Trägerwechsel. Der kommunale Träger wird sich hier aus dieser Angebotsform zurückziehen und die Betreuung an einen freien Träger übergeben. Anschließend soll die Kapazität von 40 auf 60 Plätze erweitert und die Betreuungszeit verlängert werden. Mit dem neuen Träger wird dann über die Erweiterung der Betreuungszeiten mindestens bis 14:30 Uhr verhandelt. Ein Teil der Plätze kann auch, wie bei anderen schulischen Betreuungsangeboten im Stadtgebiet bereits erprobt, bis 17 Uhr angeboten werden. Damit wird die Übermittag-Betreuung an den Grundschulen eine mit dem Hort vergleichbare Angebotsform.

 

Im Kindergartenbereich ist die Versorgungssituation in Niederrad als ausreichend zu beschreiben. In Bezug auf 3,5 Jahrgänge (3 bis 6jährige Kinder) beträgt der Versorgungsgrad in Niederrad 96%. Damit ist das Versorgungsziel (95%) erreicht, die Versorgung liegt über dem städtischen Durchschnitt (93%).

 

Aktuell (zum Februar 2007) haben in Niederrad 3 Kindergärten Plätze bei der Infobörse Kita-Angebote im Stadtschulamt frei gemeldet.

 

gez. Ebeling

(Bürgermeisterin)

Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung, 14. Sitzung vom 16.04.2007, Kenntnisnahme

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