KA 34 vom 16.06.2005 "Wohnungsnot bedürftiger Menschen"

KA 34 vom 16.06.2005 "Wohnungsnot bedürftiger Menschen"

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KAV 2005 Anregungen und Anfragen

KA 34 vom 16.06.2005 "Wohnungsnot bedürftiger Menschen"

Frankfurt a.M., 16.06.2005

 

Anfrage an den Magsitrat der Stadt Frankfurt am Main

 

Gemäß Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 38. außerordentlichen öffentlichen Plenarsitzung am 15.06.2005 wird der Magistrat gebeten, die folgende Anfrage zu beantworten:

 

Wir bitten den Magistrat, folgende Fragen zu beantworten:

1. Wie viele Personen/Familien sind schon länger als fünf Jahre beim Wohnungsamt als wohnungssuchend registriert?

2. Wie viele Personen/Familien davon haben keine deutsche Staatsangehörigkeit?

3. Wie viele Personen/Familien davon haben, z.B. aufgrund von Krankheit oder Behinderungen, einen dringlichen Wohnungsbedarf?

4. Gibt es besondere Maßnahmen des Wohnungsamtes um diesem Personenkreis zu helfen?

 

Begründung:

Der KAV sind eine Reihe von Familien bekannt, die z.B. aufgrund von kranken, alten oder behinderten Familienmitgliedern einen besonders dringlichen Bedarf an einer Wohnung haben. Teilweise warten diese Familien schon seit mehr als fünf Jahren auf eine Wohnung in Frankfurt am Main.

Wir wollen in Erfahrung bringen, wie viele Menschen von diesem sozialen Problem betroffen sind und welche Maßnahmen ergriffen werden, um Abhilfe zu schaffen.

 

gez. Hüseyin Sitki

Vorsitzender der KAV

Stellungnahme des Dez. II –Sport und Wohnungswesen-

Amt/Betrieb: 64.30 -Amt für Wohnungswesen-

Frankfurt a. M., 22.07.2005

 

Der Magistrat hat die nachstehende Stellungnahme am 05.09.2005 zur Kenntnis genommen.

 

Zu 1.:

Beim Amt für Wohnungswesen werden zur Zeit 243 Haushalte mit 910 Personen (davon 194 Familien) als wohnungssuchend geführt, welche länger als 5 Jahre für die Vermittlung einer öffentlich geförderten Wohnung registriert sind.

 

Zu 2.:

Von den unter 1. genannten Wohnungssuchenden haben 112 Haushalte mit 435 Personen (davon 96 Familien) nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. Weitere 31 Haushalte/Familien mit 148 Personen sind binational.

 

Zu 3.:

Von den unter 2. genannten Wohnungssuchenden müssen 9 Haushalte mit 15 Personen (davon 4 Familien) sowie 3 binationale Haushalte mit 11 Personen aufgrund schwerwiegender Erkrankung oder Behinderung ihre Wohnung aufgeben.

 

Bei insgesamt 31 dieser Haushalte mit 92 Personen (davon 22 Familien) liegt bei mindestens einer Person eine Schwerbehinderung vor. Bei den binationalen Familien sind es weitere 5 Haushalte mit 24 Personen.

Für die Vermittlung einer behindertenfreundlichen bzw. rollstuhlgerechten Wohnung sind von diesem Personenkreis 6 Haushalte mit insgesamt 11 Personen registriert.

 

Zu 4.:

Schwerbehinderte, welche eine behindertenfreundliche oder rollstuhlgerechte Wohnung benötigen und Haushalte, welche aufgrund einer schwerwiegenden Erkrankung oder Behinderung nachweislich ihre Wohnung aufgeben müssen, werden beim Amt für Wohnungswesen in einem eigenen Vermittlungssachgebiet besonders beraten und betreut.

 

gez. Vandreike

(Bürgermeister)

 

Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung, 41. Sitzung vom 27.09.2005, Kenntnisnahme

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