KA 26 vom 28.09.2004 Was geschieht mit der Heinrich-von-Stephan-Schule?

KA 26 vom 28.09.2004 Was geschieht mit der Heinrich-von-Stephan-Schule?

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KAV 2004 Anregungen und Anfragen

KA 26 vom 28.09.2004 Was geschieht mit der Heinrich-von-Stephan-Schule?

Frankfurt a.M., 28.09.2004

 

Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main

 

Gemäß Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 30. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung am 27.09.2004 wird der Magistrat gebeten, die folgende Anfragen zu beantworten:

 

1. Soll die Heinrich-von-Stephan-Schule am Ende des angelaufenen Schuljahres geschlossen werden?

2. Wohin genau sollen die Schülerinnen und Schülerinnen verteilt werden?

3. Warum wurden die begonnenen Dachsanierungsarbeiten nicht wie geplant weitergeführt?

4. Wie lange sollen die Schülerinnen und Schüler in den Containern untergebracht werden?

5. Wie viel kosten die Container die Stadt Frankfurt in dem gerade begonnenen Schuljahr und wie viel hätte der noch notwendige Rest der Dachsanierung gekostet?

6. Wie viel haben die bisher erforderlichen Gutachten und die bisher schon erbrachten Arbeiten zur Dachsanierung die Stadt Frankfurt am Main gekostet?

 

Begründung:

Die begonnene Dachsanierung der Heinrich-von-Stephan-Schule wurde unerwartet eingestellt. Dies geschah entgegen dem Inhalt des Berichtes B 430/2004, welcher sowohl die Sanierung als auch die Bereitstellung der Finanzmittel für diese im Haushalt vorsah.

 

Es sieht nun so aus, als ob sich die Schülerinnen und Schüler bis zum Ende des gerade angelaufenen Schuljahres mit Unterricht in Containern abfinden müssen. Dies wäre ohne Frage ein unzumutbarer Zustand. Besonders angesichts der Tatsache, dass für Gutachten und bisherige Arbeiten schon hohe Summen zum Erhalt des Schulgebäudes ausgegeben worden sind.

 

Nachdem das Ende der Elly-Heuss-Knapp-Schule bereits beschlossen ist, setzt sich die KAV weiterhin für den Erhalt der außerordentlich wichtigen Heinrich-von-Stephan-Schule mit ihrem hohen Anteil an Migrantenschülern ein.

 

gez. Hüseyin Sitki

Vorsitzender der KAV

Stellungnahme des Dez. VI -Bildung, Umwelt und Frauen-

Amt/Betrieb: 40.54 -Stadtschulamt-

Frankfurt a. M., 20.12.2004

 

Der Magistrat hat die nachstehende Stellungnahme am 21.01.2005 zur Kenntnis genommen.

 

1. Soll die Heinrich-von-Stephan-Schule am Ende des angelaufenen Schuljahres geschlossen werden?

Ja; die Heinrich-von-Stephan-Schule soll entsprechend den Festlegungen des Schulentwicklungsplans für Berufliche Schulen der Stadt Frankfurt a. M. mit Ablauf des Schuljahres 2004/2005 (Stichtag: 31.07.2005) aufgehoben werden.

 

2. Wohin genau sollen die Schülerinnen und Schülerinnen verteilt werden?

Die Maßnahmenplanung des Schulentwicklungsplans B sieht vor, die Zuständigkeiten für Ausbildungsberufe und Bildungsgänge zu anderen Beruflichen Schulen zu verlagern. Ziel-Schulen sind insbesondere die Heinrich-Kleyer-Schule und die Werner-von-Siemens-Schule. Durch eine Neuordnung der Förderung von Schülerinnen und Schülern in Besonderen Bildungsgängen werden künftig alle Beruflichen Schulen der Stadt Frankfurt a. M. entsprechend ihrem jeweiligen Berufsfeldprofil benachteiligte Jugendliche beschulen, darunter auch in den Bildungsgängen, die gegenwärtig an der Heinrich-von-Stephan-Schule eingerichtet sind.

 

3. Warum wurden die begonnenen Dachsanierungsarbeiten nicht wie geplant weitergeführt?

Über die Verwertung des Schulgebäudes nach Aufhebung der Heinrich-von-Stephan-Schule wurde noch keine Entscheidung getroffen. Von der zwischenzeitlich erwogenen Belegung des Gebäudes mit einer anderen Beruflichen Schule (Hans-Böckler-Schule) wurde Abstand genommen. Sparsamkeits- und Wirtschaftlichkeitsgründe verbieten es daher gegenwärtig, die Instandsetzungsarbeiten fortzusetzen.

 

4. Wie lange sollen die Schülerinnen und Schüler in den Containern untergebracht werden?

Bis zur Aufhebung der Schule zum Ende des Schuljahres 2004/2005.

 

5. Wie viel kosten die Container die Stadt Frankfurt in dem gerade begonnenen Schuljahr und wie viel hätte der noch notwendige Rest der Dachsanierung gekostet?

97.000 €

 

6. Wie viel haben die bisher erforderlichen Gutachten und die bisher schon erbrachten Arbeiten zur Dachsanierung die Stadt Frankfurt am Main gekostet?

166.800 €

 

gez. Jutta Ebeling

(Stadträtin)

 

Beschluss des Plenums der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung, 34. Sitzung vom 07.02.2005, Kenntnisnahme.

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