KA 19 vom 09.03.2004 Wie bewähren sich die Vorlaufkurse?

KA 19 vom 09.03.2004 Wie bewähren sich die Vorlaufkurse?

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KAV 2004 Anregungen und Anfragen

KA 19 vom 09.03.2004 Wie bewähren sich die Vorlaufkurse?

Frankfurt a.M., 09.03.2004

 

Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main

 

Zusatzanfrage zur KA 18 vom 02.10.2003,

Stellungnahme des Dezernates VI –Bildung, Umwelt und Frauen- vom 12.12.2003, Kenntnisnahme des Magistrats vom 16.01.2004

 

Gemäß Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 25. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung am 08.03.2004 wird der Magistrat gebeten, die folgende Anfrage zu beantworten.

 

Bezugnehmend auf die Stellungnahme des Dezernats VI vom 12.12. 2003 auf die KA 18 möchten wir folgende Fragen noch einmal stellen, weil sie unzureichend beantwortet wurden:

 

1. Frage 3 der KA 18 wurde unzureichend beantwortet. Wie hoch ist die Prozentzahl der Kinder mit Migrationshintergrund? Zukünftig wäre es angebracht, eine statistische Erfassung der Beweggründe durchzuführen, die zu einer Nichtbeteiligung an den Vorlaufkursen führen.

 

2. Zusatzfrage zu Frage 4 der KA 18: Was ist mit den 28 Kindern nach der Rückstellung passiert und welche Maßnahmen sind für sie eingeleitet worden, um eine Förderung der deutschen Sprache zu gewährleisten?

 

3. Bezugnehmend auf die Antwort auf unsere Frage 8: Werden von den Schulleitern/ Schulleiterinnen auch Kenntnisse in der Muttersprache diagnostiziert?

Falls nein, warum nicht?

Falls ja, durch welches Personal?

 

Begründung:

Wir nehmen Bezug auf die Stellungnahme des Magistrats vom 12.12.2003 auf die Anfrage der KA 18 vom 02.10.2003.Es wäre sinnvoll zu erfahren, in wieweit die zurückgestellten Kinder zwischenzeitlich eine besondere Förderung erhalten haben, um den Anforderungen der Einschulungstests zu genügen.

 

gez. Hüseyin Sitki

(Vorsitzender der KAV)

Stellungnahme des Dez. VI Bildung, Umwelt und Frauen

Amt/Betrieb: 40 -Stadtschulamt-

Frankfurt a. M., 18.05.2004

 

Der Magistrat hat die nachstehende Stellungnahme am 21.06.2004 zur Kenntnis genommen.

 

Wie in der Stellungnahme zur KA 18 bereits ausgeführt, werden Erhebungen zu den Vorlaufkursen durch das Staatliche Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main durchgeführt. Die fortgeschriebene Statistik (aufgrund von Zu- und Abwanderungen ergeben sich im Laufe des Einschulungsverfahrens entsprechende Änderungen), liefert mit Stand vom 15.12.2003 folgende Daten:

 

Zu 1:

Es wurden 864 Kindern die Sprachförderung im Rahmen eines Vorlaufkurses empfohlen. Davon haben 844 (ca. 98 %) Kinder einen Migrationshintergrund. Insgesamt 752 dieser Kinder sind als Teilnehmer an den Kursen gemeldet.

 

Bei den Vorlaufkursen handelt es sich um freiwillige Angebote. Es ist auch zukünftig nicht beabsichtigt, die Beweggründe für eine Nichtbeteiligung abzufragen.

 

Zu 2:

Kinder, die wegen nicht ausreichender Deutschkenntnisse zurückgestellt werden, sind schulpflichtig und werden deshalb in Vorklassen aufgenommen. Dort werden die Kinder im Hinblick auf ihre jeweiligen Defizite gefördert, damit eine erfolgreiche Teilnahme am regulären Unterricht möglich wird.

 

Zu 3:

Grundsätzlich fällt das Aufnahmeverfahren in die Kompetenz der jeweiligen Schulleitung. Sofern das Aufnahmeverfahren in die Kompetenz der jeweiligen Schulleitung. Sofern entsprechende Kapazitäten und Kompetenzen, z. B. durch muttersprachliche Lehrkräfte, vorhanden sind, ist davon auszugehen, dass diese auch genutzt werden.

 

gez.Jutta Ebeling

(Stadträtin)

 

Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung, 28. Sitzung vom 28.06.2004, Kenntnisnahme.

siehe Anfrage der KAV an den Magistrat KA 18 vom 02.10.2003

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