KA 15 vom 02.11.1999

KA 15 vom 02.11.1999

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KAV 1999 Anregungen und Anfragen

KA 15 vom 02.11.1999

Frankfurt a.M., 02.11.1999

 

Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main

 

Gemäß Beschluß der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 21. öffentlichen ordentlichen KAV-Plenarsitzung am 25.10.99 wird der Magistrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten.

 

Prognosen sagen voraus, daß in den kommenden Jahren der Anteil der Ausländer an der Gesamtzahl der Personen, die das Rentenalter erreichen, höher sein wird als der der Deutschen. Hat Stadtverwaltung diese Entwicklung wahrgenommen und wie stellt sie sich auf diese Herausforderung ein?

 

Welche Maßnahmen werden getroffen und wie sehen diese aus?

 

In welcher Höhe werden von der Stadt Frankfurt Zuwendungen im Bereich der Altenhilfe und zur Förderung von Projekten für ältere Mitbürger geleistet?

 

Welchen Anteil hiervon kommt Projekten mit ausländerspezifischen Schwerpunkten zugute, wenn man berücksichtigt, daß ausländische Bürger sämtliche klassischen Angebote der Altenhilfe nicht in Anspruch nehmen?

Begründung:

Zur Zeit leben in Frankfurt über 15.000 Menschen, die älter als 60 Jahre sind, ohne deutschen Paß. Dieser Anteil wird sich in den nächsten Jahren noch weiter erhöhen. Die Entwicklung zeigt, daß immer weniger ältere Menschen in ihr Heimatland zurückkehren.

 

Die „Gastarbeiter“ der ersten Generation hatten es besonders schwer sich zu integrieren. Sie kamen nach Deutschland bereits im erwerbsfähigen Alter. Viele von ihnen haben die deutsche Sprache nicht mehr korrekt erlernt und eine Integration in die deutsche Gesellschaft, außerhalb des Arbeitsplatzes hat sich daher als besonders schwierig erwiesen.

 

Erfahrungen bestätigen, daß die bestehenden Einrichtungen von älteren Migranten aus verschiedenen Gründen nicht in Anspruch genommen werden. Die Kontakte unter den Senioren verschiedener Nationalitäten mit unterschiedlich kultureller Ausprägung sind kompliziert.

 

Damit für diese Probleme Lösungsmöglichkeiten gefunden werden, ist uns eine detaillierte Information über den Ist-Zustand sehr wichtig. Daß in diesem Bereich dringender Handlungsbedarf besteht, ist außer Zweifel.

 

gez. Parrondo

(Vorsitzender der KAV)

Stellungnahme des Dez. XI –Soziales und Jugend-

Amt/Betrieb:51-56 14 -Jugend- und Sozialamt -

Frankfurt a. M., 02.12.1999

 

Der Magistrat hat die nachstehende Stellungnahme am 03.12.1999 zur Kenntnis genommen.

 

Die Beantwortung der o. g. Anfrage im Rahmen der geschäftsordnungsmäßigen Frist nicht möglich. Der Magistrat wird unaufgefordert berichten.

 

gez. Horst Hemzal

(Stadtkämmerer)

 

Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung, 23 Sitzung vom 10.01.2000, Kenntnisnahme

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