KA 61 vom 06.10.1997 Verlängerung der Öffnungszeiten der Zentralbibliothek der Stadtbücherei auf der Zeil an den Samstagen

KA 61 vom 06.10.1997 Verlängerung der Öffnungszeiten der Zentralbibliothek der Stadtbücherei auf der Zeil an den Samstagen

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KAV 1997 Anregungen und Anfragen

KA 61 vom 06.10.1997 Verlängerung der Öffnungszeiten der Zentralbibliothek der Stadtbücherei auf der Zeil an den Samstagen

Frankfurt a.M., 06.10.1997

 

Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main gem. Paragr. 4 Abs. 5 der Satzung der KAV

 

Gemäß Beschluß der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 60. ordentlichen öffentlichen Plenarsitzung am 29.09.1997 wird der Magistrat gebeten, folgende Anfrage zu beantworten.

 

Die Öffnungszeiten der Zentralbibliothek der Stadtbücherei auf der Zeil wird an den Samstagen um drei Stunden verlängert. Somit ist die Bibliothek in der Zeit von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr ge-öffnet (bisher 10.00-14.00 Uhr).

 

Begründung:

Die Stadtbücherei auf der Zeil wird samstags rege besucht. Daher ist es sinnvoll, die Öffnungszeiten zu verlängern. Die Menschenschlangen, die sich kurz vor der Schließung in den Ausgängen bilden, zeigen, daß ein erhöhter Nutzungsbedarf an den Samstagen seitens der Bürger/-innen besteht.

 

gez. Dr. Thomaidis

(Vorsitzender der KAV)

Stellungnahme des Dezernates VII -Kultur und Freizeit-

Frankfurt a. M. 28.11.1997

 

In der Zentralbibliothek der Stadtbücherei sind bereits die derzeitigen Öffnungszeiten nur mit Aushilfskräften zu halten. Das gilt insbesondere für die Samstagsdienste: Vom 01.11.96 bis zum 25.10.1997 sind in der Zentralbibliothek und in der Mediothek 142 Samstagsdienste von Aushilfskräften wahrgenommen worden.

 

Die Dienstpläne sind ganz auf die zu erledigenden Aufgaben Ausleihe, Bücher-Rückstellen und interne Arbeiten abgestimmt: Aus veränderten Dienstzeiten der Mitarbeiter/-innen kann damit keine weitere Flexibilität gewonnen werden.

 

Für eine Verlängerung der Samstagsöffnungszeit bis 16.00 Uhr würde sich (da die derzeit gültige Samtagsöffnungszeit von 10.00 bis 13.00 Uhr festgelegt ist und nicht wie in der KA 00061 angegeben von 10.00 bis 14.00) ein Zusatzaufwand von 171 Samstagsdiensten ergeben. Solche zusätzlich geleisteten Stunden wären mit entsprechenden Konsequenzen auch zusätzlich abzugelten, sei es finanziell oder durch Zeitgutschrift.

 

Die Mitarbeiter/-innen der Stadtbücherei haben seit Beginn der deutlichen Reduzierung des Personalbestandes vor vier Jahren schon erheblich mehr Spätdienste und Samstagsdienste sowie mehrmalige monatliche Bereitschaftsdienste wahrzunehmen. Ihre Dienstpläne sind darüber hinaus mittlerweile auch so umgestellt, daß plötzliche Vakanzen aufgefangen werden können.

 

Die Besetzung der Theken richtet sich nach den Erfahrungswerten, die bisher aus dem Publikumsaufkommen gewonnen werden konnten. Kurzfristig hier eintretende Minderbelastungen werden für anderweitige Arbeiten (Vorsortieren der zurückgegebenen Medien oder Einstellen von Katalogkarten) genutzt.

 

Wenn die Samstagsdienste ausgeweitet werden sollten, wären entsprechende Einschränkungen während der Woche unumgänglich. Dafür böte sich aber nachweisbar insofern kein Zeitraum an, da die Tagesbenutzungszahlen, abgesehen vom Spitzenwert am Dienstag, bereits ausgesprochen nahe beieinanderliegen; Phasen längerer "Flauten" kommen während der Woche nachweislich nicht vor; Verärgerungen bei anderen Nutzern der Stadtbücherei wären somit bei einer zugunsten einer verlängerten Samstagsöffnung erfolgten anderweitigen Schließung des Hauses vorprogrammiert.

 

Außerdem müßten dann die jetzt einheitlichen und damit sehr einprägsamen und übersichtlichen Öffnungszeiten geändert werden.

 

Im Rahmen der Benutzungsumfrage vor zwei Jahren wurde nicht der Wunsch nach einer längeren Samstagsöffnung geäußert - die Dringlichkeit einer solchen Maßnahme ist somit auch nicht allgemein feststellbar.

 

Als Vorschlag für eine Veränderung der Samstags-Öffnung kann unsererseits lediglich eine Verschiebung um eine Stunde auf dann 11.00 - 14.00 Uhr angeboten werden, zumal sich die Stunde von 10.00 bis 11.00 Uhr am Samstag als eher nachfrageschwach erwiesen hat. Erkenntnisse darüber, inwieweit dann die "neue" Stunde zwischen 13.00 und 14.00 Uhr von den Benutzern tatsächlich angenommen wird, müßten einem Probelauf überlassen bleiben.

 

gez. Linda Reisch

(Stadträtin)

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