KA 57 vom 29.01.1997 Neukonzeption der Essensversorgung älterer Bürger/innen Vorlage M 246 vom 22.11.1996

KA 57 vom 29.01.1997 Neukonzeption der Essensversorgung älterer Bürger/innen Vorlage M 246 vom 22.11.1996

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KAV 1997 Anregungen und Anfragen

KA 57 vom 29.01.1997 Neukonzeption der Essensversorgung älterer Bürger/innen Vorlage M 246 vom 22.11.1996

Frankfurt a.M., 29.01.1997

 

Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt a. M., gem. Paragr. 4 Abs. 5 der Satzung der KAV

 

Gemäß Beschluß der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnen-vertretung (KAV) der 54. ordentlichen öffentlichen Sitzung am 27.01.1997 wird der Magistrat gebeten, folgende Anfrage zu beantworten:

 

Inwieweit werden bei der Neukonzeption der Senioren-Essensversorgung die Bedürfnisse der älteren Migranten/innen berücksichtigt?

 

Welche Möglichkeiten hat der Magistrat, um ältere Bürger/innen nichtdeutscher Herkunft über das Essensversorgungsangebot der Stadt Frankfurt zu informieren?

 

Wird auch erwogen, migrantenspezifische Seniorenrestaurants einzurichten?

 

Werden bei der Ermittlung von Essensanbietern durch einen öffentlichen Teilnahmewettweberb auch ausländische Anbieter berücksichtigt?

 

gez. Zarcadas

(Vorsitzender der KAV)

Stellungnahme des Dezernates Soziales und Jugend

Frankfurt a. M. vom 05.03.1997

 

Zur Anfrage der KAV an den Magistrat der Stadt Frankfurt a. M., gem. Paragr. 4 Abs. 5 der Satzung der KAV, KA 57 vom 29.01.1997

 

Inwieweit werden bei der Neukonzeption der Senioren-Essensver-sorgung die Bedürfnisse der älteren Migranten/innen berücksichtigt?

 

Zunächst wird die Essensversorgung aller älteren Frankfurter Bürger/innen durch die Realisierung eines leistungsfähigen, zeitgerechten Serviceangebotes erweitert und verbessert. So haben die Essensanbieter hohe Qualitätsanforderungen hinsichtlich der seniorengerechten Zubereitung und Zusammensetzung der Mahlzeit zu erfüllen. Aufgrund der Vielzahl von Essensanbietern und ihrer verschiedenen ernährungsphysiologisch seniorengercht angebotenen Kostformen ist eine stärker kundenorientierte Angebotspalette vorhanden. Diese bietet eine umfangreiche und individuelle Auswahlmöglichkeit, so daß in diesem Rahmen die Möglichkeit besteht, persönliche Bedürfnisse und Eßgewohnheiten der einzelnen Essensteilnehmer sowie älterer Migranten/innen bei der Zusammenstellung des jeweiligen Speiseplanes zu berücksichtigen und abzustimmen.

 

Welche Möglichkeiten hat der Magistrat, um ältere Bürger/innen nichtdeutscher Herkunft über das Essensversorgungsangebot der Stadt Frankfurt am Main zu informieren ?

 

Über die Neukonzeption der Essensversorgung wurde in der Ausgabe 01/1997 der Seniorenzeitschrift ausführlich informiert. Dieser Ausgabe lag auch eine Informationsbroschüre über die Angebote der einzelnen Essensanbieter bei. Diese Informationen und Broschüren sollen den Teilnehmer/innen einer vom Sozialamt und Amt für multikulturelle Angelegenheiten gemeinsam geplanten Informationsveranstaltung am 15.05.1997 für Vertreter/innen der Migrantenvereine über Angebote der Altenhilfe und Pflegedienste in der Stadt Frankfurt am Main dargestellt und übergeben werden. Die Vertreter/innen der Migrantenvereine werden eine Übersetzung und Weitergabe in der jeweiligen Muttersprache sicherstellen.

 

Wird auch erwogen, migranten spezifische Seniorenrestaurants einzurichten?

 

Grundsätzlich wurde durch einen öffentlichen Teilnahmewettbewerb mit anschließender Freihändiger Vergabe die Gewinnung von rund 40 zertifizierten Seniorenrestaurants im gesamten Stadtgebiet vorgesehen. Schwerpunktmäßig wurde hierbei an die Zusammenarbeit mit den Küchen bestehender Alten- und Pflegeheime gedacht. Darüber hinaus ist aber auch die Möglichkeit einer Kooperation mit Kantinen und Restaurants gegeben, so daß bei Vorliegen einer Bewerbung eines migranten spezifischen Seniorenrestaurants und Erfüllen der Leistungspflichten die Möglichkeit der entsprechenden Zertifizierung der Einrichtung besteht.

 

Werden bei der Ermittlung von Essensanbietern durch einen öffentlichen Teilnahmewettbewerb auch ausländische Anbieter berücksichtigt?

 

Durch den vom Zentraleinkauf und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main durchgeführten öffentlichen Teilnahmewettbewerb mit anschließender Freihändiger Vergabe konnten außer den bisherigen Trägern des "Frankfurter Modells" weitere leistungsfähige und zuverlässige gemeinnützige und private Essensanbieter gewonnen werden.

 

Liegen in diesem Zusammenhang auch Bewerbungen ausländischer Anbieter vor, ist bei dem hier eingesetzten Auswahlverfahren unter Beachtung der Leistungsvoraussetzungen die Möglichkeit der entsprechenden Berücksichtigung und Zertifizierung gegeben.

 

gez. Stadtrat Herr Vandreike

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