KA 26 vom 22.02.1995 Beibehaltung der gegenwärtigen personellen Zusammensetzung der Geschäftsstelle der KAV

KA 26 vom 22.02.1995 Beibehaltung der gegenwärtigen personellen Zusammensetzung der Geschäftsstelle der KAV

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KAV 1995 Anregungen und Anfragen

KA 26 vom 22.02.1995 Beibehaltung der gegenwärtigen personellen Zusammensetzung der Geschäftsstelle der KAV

Frankfurt a.M., 22.02.1995

Anregung an den Magistrat gem. § 4 Abs. 5 der Satzung der KAV

 

Gemäß Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 33. ordentlichen öffentlichen Plenarsitzung am 21.02.1995 wird der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main gebeten, die gegenwärtige, personelle Zusammensetzung der Geschäftsstelle der KAV beizubehalten.

Begründung:

Frau Elke Kronenberger, Mitarbeiterin der Geschäftsstelle, hat die Absicht bekundet, ihren Erziehungsurlaub am 4. März 1995 zu beenden. Zugleich stellt sie den Antrag auf Halbtagsbeschäftigung. Frau Kronenberger ist Psychologin. Sie würde es vorziehen, statt der Tätigkeit in der KAV - Geschäftsstelle Aufgaben zu übernehmen, die ihrer Qualifikation entsprechen.

 

Frau Kronenberger, im März 1993 ihren Erziehungsurlaub begonnen hatte, war die KAV - Geschäftsstelle aufgrund des Personalmangels längst nicht in der Lage, ihre Aufgaben zu bewältigen. Erst durch die Aufnahme von Frau Möller und danach Frau Schammler konnte die Leistungsfähigkeit der Geschäftsstelle hergestellt werden. Die beiden Kolleginnen sind inzwischen eingearbeitet und mit den für sie vorgesehenen Aufgaben voll ausgelastet.

 

Die Rückkehr von Frau Kronenberger in die Geschäftsstelle hätte folgende Konsequenzen:

- Frau Kronenberger müsste ganz neu eingearbeitet werden.

- Da Frau Kronenberger ein Kleinkind zu versorgen hat, wäre sie vermutlich zur Wahrnehmung der häufigen Abendtermine nicht verfügbar.

-Da Frau Kronenberger nur halbtags arbeiten möchte, müsste eine zweite Teilzeitkraft in der Geschäftsstelle beschäftigt werden, die ebenfalls neu eingearbeitet werden müsste.

-Frau Möller, die im August 1993 die Stelle von Frau Kronenberger übernommen hat, und nun ihre Tätigkeit bereits länger ausübt als Frau Kronenberger, müsste eine andere Stelle innerhalb der Verwaltung übernehmen. Dadurch würden der Geschäftsstelle ihre wertvollen Erfahrungen und Kenntnisse verloren gehen.

 

Diese Konsequenzen würden in Anbetracht der Tatsache, dass die KAV

- Geschäftsstelle mit drei Angestellten besetzt ist und dadurch nur unter größter Anstrengung ihre Aufgaben bewältigen kann, sich höchst negativ auf die Arbeit der KAV auswirken.

 

Daher wird der Magistrat gebeten, die gegenwärtige personelle Zusammensetzung der KAV beizubehalten und Frau Kronenberger eine ihrer Qualifikation entsprechende Stelle anzubieten.

 

gez. Grigorios Zarcadas

Vorsitzender der KAV

Stellungnahme des Personal- und Organisationsamtes vom 10.04.1995

Nach Beendigung ihres Erziehungsurlaubes wurde eine Mitarbeiterin mit Wirkung vom 05.03.1995 zunächst dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten zur Dienstleistung zugewiesen, die – wie vor Beginn ihres Erziehungsurlaubes – mit den Tätigkeiten einer Büroangestellten nach VergGr. V c BAT betraut und mit einer durchschnittlichen regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von 19 Stunden und 15 Minuten weiterbeschäftigt wird.

 

Daneben wurde auch die bisherige Vertretungskraft für die Dauer des Erziehungsurlaubes über den 04.03.1995 hinaus weiterhin dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten zur Dienstleis-tung zugewiesen, wie bisher mit dem Aufgabengebiet der Stelle Nr. 0541 0002 in der Geschäfts-stelle der KAV betraute und ab diesem Zeitpunkt unbefristet in die VergGr. Vc BAT höhergruppiert.

 

Wir gehen davon aus, dass die KA 00026 hiermit ihre Beantwortung gefunden hat.

 

Darüber hinaus möchten wir jedoch anmerken, daß wir den § 5 (4) der Satzung der KAV, wo-nach die KAV Anregungen und Anfragen über laufende Angelegenheiten der Verwaltung, die Ausländer und Ausländerinnen betreffen, an den Magistrat herantragen kann, nicht berührt sehen, da es sich bei dem vorliegenden Sachverhalt um eine rein personalwirtschaftliche und somit ver-waltungsinterne Angelegenheit handelt, von der Ausländer und Ausländerinnen nicht direkt betroffen sind.

 

Götzel

Amtsleiter

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