K 90 vom 18.12.1995 Einstellung von Dolmetschern im Amt für Wohnungswesen

K 90 vom 18.12.1995 Einstellung von Dolmetschern im Amt für Wohnungswesen

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KAV 1995 Anregungen und Anfragen

K 90 vom 18.12.1995 Einstellung von Dolmetschern im Amt für Wohnungswesen

Frankfurt a. M., 18.12.1995

Anregung an die Stadtverordnetenversammlung

 

Gemäß dem Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 41. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung vom 12.12.1995 wird folgende Bitte an die Stadtverordnetenversammlung gerichtet:

 

Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, Anbetracht der Probleme, die sich beim Amt für Wohnungswesen im Umgang mit ausländischen Antragstellern ergeben, die Möglichkeit zu prüfen, Dolmetscher für serbische, türkische, marokkanische, polnische und kroatische Bevölkerungsgruppen einzustellen.

Begründung:

Es ist häufig festzustellen, dass ausländische Antragsteller vor immensen Problemen stehen, wenn sie ein Formular ausfüllen müssen. Weiterhin werden oft Termine oder Fristen, die zur Antragsannahme eingehalten werden müssen, mangels Sprachkenntnisse verpasst. Durch den Einsatz von Dolmetschern, die ausländischen Antragstellern beratend zur Seite stehen würden, ließen sich die bestehenden Missstände größenteils aufheben und die Geschäfte des Amtes effizienter gestalten.

Auch durch diesen wichtigen Schritt würde die Stadt Frankfurt am Main ihre Toleranz und Offenheit gegenüber der ausländischen Bevölkerung in die Praxis umzusetzen können. Das Wahlversprechen der Oberbürgermeisterin, Frau Roth: „Ich werde die Bürgermeisterin aller Frankfurter sein“, könnte auch hier eingelöst werden.

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