KA 16 vom 10.09.1993 Fragen zu den geplanten Maßnahmen betreffend der Elly-Heuss-Knapp-Schule

KA 16 vom 10.09.1993 Fragen zu den geplanten Maßnahmen betreffend der Elly-Heuss-Knapp-Schule

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Anregungen und Anfragen der KAV 1993

KA 16 vom 10.09.1993 Fragen zu den geplanten Maßnahmen betreffend der Elly-Heuss-Knapp-Schule

Frankfurt a.M., 10.09.1993

 

Anfrage an den Magistrat gem. § 4 Abs. 5 Satzung der KAV

 

Gemäß Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der siebzehnten öffentlichen Plenarsitzung vom 07.09.93 wird der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main gebeten, folgende Fragen zur Situation der Elly-Heuss-Knapp-Schule zu beantworten:

 

1. Wie ist die Umsetzung des Schulentwicklungsplans Teil B in Bezug auf die Elly-Heuss-Knapp-Schule vorangeschritten?

 

2. Ist es richtig, dass der von der gymnasialen Oberstufe der integrierten Gesamtschule Bornheim/Nordend benötigte Raum gewährleistet werden soll durch das Gebäude der Hans – Böckler - Schule (wobei diese Schule dann die Räumlichkeiten der aufgelösten Elly-Heuss-Knapp-Schule in Anspruch nimmt)?

 

3. Welche Verbesserung für die Seiteneinsteiger/innen verspricht sich das Stadtschulamt von der Verteilung der ausländischen Jugendlichen auf die Frankfurter beruflichen Schulen?

 

4. Welche Kenntnis hat das Stadtschulamt über die Konzeption, die das Staatliche Schulamt bei der Beschulung der Seiteneinsteiger/innen im berufsschulpflichtigen Alter nach dem 01.08.1993 bzw. nach der Auflösung der Elly-Heuss-Knapp-Schule verfolgt?

Begründung

Die AG „Kindergarten und Schule“ möchte sich ein Bild von den geplanten Maßnahmen an der Elly-Heuss-Knapp-Schule machen.

 

gez. Grigorios Zarcadas

Vorsitzender der KAV

 

Stellungnahme des Dezernats VI Schule und Bildung vom 07.12.1993

 

Der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Schulentwicklungsplan für die berufsbildenden Schulen ist vom Hessischen Kultusministerium bislang nicht genehmigt worden.

 

Vor allem aber aufgrund der schwierigen Haushaltssituation der Stadt Frankfurt am Main ist die Umsetzung der im Plan dargestellten räumlichen Veränderungen einzelner Schulen für die nächsten Jahre nicht absehbar. Dazu gehört auch die Zusammenlegung der Elly-Heuss-Knapp-Schule mit der Hedwig-Heyl-Schule.

 

Als organisatorische Maßnahme wurde von der Stadtverordnetenversammlung zwischenzeitlich die Errichtung weiterer Berufsvorbereitungsjahre an beruflichen Schulen beschlossen und vom Hessischen Kultusministerium auch genehmigt. In der Organisationsform B des Berufs-vorbereitungsjahres werden ausländische Jugendliche ohne ausreichende Deutschkenntnisse zusammengefasst. Ein Großteil der ausländischen Schülerinnen und Schüler besucht die Heinrich-von-Stephan- und die Elly-Heuss-Knapp-Schule.

 

Der hohe Anteil von BVJ-Schüler/innen ist problematisch und pädagogisch nicht wünschenswert. Deshalb sollte eine Verteilung auf mehrere Schulen nach sinnvollen Berufsfeldzuordnungen erfolgen. Dies ist mit dem Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main abgestimmt, das auch jeweils die Zuweisung der BVJ-Schüler/innen vornimmt.

 

gez. Jutta Ebeling

Stadträtin

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