KA 12 vom 15.11.1992 Aufnahme ausländischer Kinder in Kindertagesstätten bzw. Kindergärten

KA 12 vom 15.11.1992 Aufnahme ausländischer Kinder in Kindertagesstätten bzw. Kindergärten

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Anregungen und Anfragen der KAV 1992

KA 12 vom 15.11.1992 Aufnahme ausländischer Kinder in Kindertagesstätten bzw. Kindergärten

Frankfurt a.M., 15.11.1992

 

Anregung an den Magistrat gem. § 4 Abs. 5 der Satzung der KAV

 

Gemäß Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der achten öffentlichen Sitzung am 27.10.1992 wird der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main aufgefordert,

dafür zu sorgen, dass ausländische Kinder mindestens zwei Jahre vor dem Schulbeginn von den Kindergärten bzw. Kindertagesstätten aufgenommen werden.

Begründung:

Viele ausländische Eltern beschweren sich wegen der sehr langen Wartezeit für einen Kindergartenplatz. In Extremfällen werden die Kinder kurz vor der Einschulung aufgenommen. Kindergärten sind für ausländische Kinder sehr wichtig. Erst hier erlernen sie die deutsche Sprache. Kinder, die keine Möglichkeit hatten im Kindergarten deutsch zu lernen, können in der Schule dem Unterricht, der in deutscher Sprache gehalten wird, nicht folgen. Sie werden in der gesamten Schulbildung keinen Erfolg haben.

 

Aus diesem Grund sollen die ausländischen Kinder mindestens zwei Jahre vor Schulbeginn in den Kindergarten (bzw. Kindertagesstätte) aufgenommen werden, damit sie während dieser Zeit in Ruhe die deutsche Sprache erlernen können.

 

gez. Grigorios Zarcadas

Vorsitzender der KAV

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