KA 44 vom 29.10.2013 Informationen zu Gebührenermäßigungen an der Musikschule e.V. und die Entwicklung der Teilnehmerzahlen

KA 44 vom 29.10.2013 Informationen zu Gebührenermäßigungen an der Musikschule e.V. und die Entwicklung der Teilnehmerzahlen

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KAV 2013 Anregungen und Anfragen

KA 44 vom 29.10.2013 Informationen zu Gebührenermäßigungen an der Musikschule e.V. und die Entwicklung der Teilnehmerzahlen

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© Stadt Frankfurt Main

Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main

 

Gemäß dem Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 29. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung vom 28.10.2013 wird der Magistrat gebeten folgende Fragen zu beantworten:

 

Mit ihrer Anfrage KA 43 vom 24.9.2009 hatte die KAV angeregt, dass die Musikschule Frankfurt e.V. über mögliche Gebührenermäßigungen für ihre Angebote, z.B. im Falle von Sozialhilfebezug oder Besitz eines Frankfurt Passes, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits bei der Anmeldung schriftlich und in verschiedenen Sprachen informieren möge. Der Hintergrund war, dass zu der Zeit verstärkt vorgetragen wurde, insbesondere Migrantenfamilien würden über die Möglichkeiten der Gebührenermäßigung entweder gar nicht, oder aber nur unzureichend informiert.

 

Das Bildungsdezernat hatte mit seiner Stellungnahme vom 19.10.2009 zur Kenntnisgegeben, der Vorstand der Musikschule Frankfurt am Main e.V. habe bereits beschlossen, dass zukünftig offensiver auf die Möglichkeit der Sozialermäßigung hingewiesen werde und ein Informationsblatt mit den Richtlinien für Gebührenermäßigungen der Musikschule Frankfurt am Main e.V. den Anmeldeunterlagen auch in weiteren Sprachen beigefügt werden solle.

 

Dies vorausgeschickt fragen wir den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main:

 

1. In welchen Sprachen liegt mittlerweile das Informationsblatt vor?

2. Ungefähr wie viele dieser Informationsblätter wurden bisher gedruckt und ausgeteilt?

3. Werden die Informationsblätter lediglich den Anmeldeformularen beigefügt, oder werden die Interessent/-innen über die Möglichkeit der Gebührenermäßigung bei der Anmeldung offensiv aufmerksam gemacht?

4. Wie entwickelt sich der Anteil der Teilnehmer/-innen an der Musikschule, die eine Ermäßigung in Anspruch nehmen, seitdem die Musikschule die Interessent/-innen offensiv darüber informiert?

5. Gedenkt die Musikschule e.V. weitere Anstrengungen zu unternehmen, damit Kinder aus finanziell schwachen Verhältnissen mit oder ohne Migrationshintergrund kostengünstig an musikalischer Erziehung teilhaben können? Wenn ja, welche?

Wurden einkommensschwache Familien darauf hingewiesen, dass sie die Möglichkeit haben, auf das Bildungs- und Teilhabepaket zurückzugreifen?

 

gez. Enis Gülegen

(Vorsitzender der KAV)

Stellungnahme des Dez. -IV –Bildung und Frauen -

Amt/Betrieb: Musikschule

Frankfurt a. M., 20.01.2014

 

Der Magistrat hat die nachstehende Stellungnahme am 03.03.2014 zur Kenntnis genommen.

 

Nachfolgend die Stellungnahme der Musikschule Frankfurt e. V. die der Magistrat auf Nachfrage erhalten hat.

 

Die Gebührenordnung der Musikschule Frankfurt am Main e.V. sieht folgende Ermäßigungsangebote für Schülerinnen und Schüler vor:

 

1. Jugendtarif

 

2. Ermäßigung als sozialen Gründen: 50% bei Vorlage eines Frankfurt-Passes

 

Darüber werden alle Interessierte mündlich, auf unserer Website und in Form eines den AGBs beigefügten Informationsblattes informiert.

 

Folgendes zu Ihren Fragen:

 

1. Das Informationsblatt „Tarifermäßigung“ ist in deutsch abgefaßt.

 

2. Es wird jährlich in sechsstelliger Größenordnung gedruckt und ausgeteilt (Vergleichgröße: ca. 2600 Neuanmeldungen im Jahr 2013).

 

3. In allen Informationsgesprächen werden die Ermäßigungsangebote offensiv erläutert.

 

4. Der Anteil der diese Ermäßigungsangebote in Anspruch nehmenden Familien steigt kontinuierlich: Seit 2009 sind die entgangenen Schulgeldeinnahmen durch Sozialermäßigungen von 48.732 € in 2009 (6,3%) auf 65.340 € in 2013 (8,5%) gestiegen. Die entgangenen Einnahmen durch den Jugendtarif sind von 4.847 in 2009 (2,2%) auf 11.556 € in 2013 (3,6%) gestiegen.

 

5. Die Musikschule ist darüber hinaus besonders engagiert mit dem vom Dezernat für Bildung und Frauen geförderten Programm MiA (Musik im Alltag der Kindertagestätten), das besonders KiTas in Stadtteilen mit besonderen Problemlagen berücksichtigt.

Auf die Möglichkeit, einen BuT-Gutschein für ein Musikschulangebot einzulösen, wird regelmäßig offensiv hingewiesen. Auch hier steigt die Inanspruchnahme kontinuierlich.

 

gez. Sarah Sorge(Stadträtin)

Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung, 35. Sitzung vom 02.06.2014,

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