KA 17 vom 02.09.2003 Ausländerbeiräte im Sozialkunde-Unterricht

KA 17 vom 02.09.2003 Ausländerbeiräte im Sozialkunde-Unterricht

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KAV 2003 Anregungen und Anfragen

KA 17 vom 02.09.2003 Ausländerbeiräte im Sozialkunde-Unterricht

Frankfurt a.M., 02.09.2003

Anfrage an den Magistrat der Stadt Frankfurt am Main

 

Gemäß Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der 19. öffentlichen ordentlichen Plenarsitzung am 01.09.2003 wird der Magistrat gebeten, die folgende Anfrage zu beantworten.

 

Im Sozialkundeunterricht an Hessischen Schulen (in Hessen heißt es jetzt „Politik und Wirtschaft“, vorher „Sozialkunde“ in den Klassen 5-10 und „Gemeinschaftskunde“ in den Klassen 11-13) ist u. a. die Behandlung des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland ein Teil des Lehrplans.

 

1. Werden die Jugendlichen im Sozialkundeunterricht auch über Existenz und Aufgaben des Ausländerbeirats informiert?

2. Wenn ja, in welchem Umfang findet dies statt?

Begründung:

Die Beteiligung an den Ausländerbeiratswahlen war leider in den letzten Jahren rückläufig. Wir denken, dass dies unter anderem auch auf eine mangelnde Aufklärung der ausländischen Bevölkerung über Existenz und Aufgaben dieses Gremiums zurückzuführen ist. Ausländische Jugendliche lernen etwas über Kommunal-, Landtags- und Bundestagswahlen, an denen sie sich jedoch nicht beteiligen können. Über die – zwar geringe, aber dennoch bestehende- Möglichkeit, sich über den Ausländerbeirat aktiv an der Politik zu beteiligen, wissen sie wenig bis gar nichts.

 

gez. Hüseyin Sitki

Vorsitzender der KAV

 

Stellungnahme des Dez. VI –Bildung, Umwelt und Frauen–

Amt/Betrieb: 40 -Stadtschulamt-

Frankfurt a. M., 03.11.2003

Der Magistrat hat die nachstehende Stellungnahme am 24.11.2003 zur Kenntnis genommen.

Zu 1 und 2:
Nach den Lehrplänen der 7. Klassen sind folgende Themen im Sozialkundeunterricht mit mindestens 10 Stunden verpflichtend: Wahlen, Gemeindeparlament, politische Ordnung und Entscheidung im kommunalen Bereich. Dies gilt sowohl für Haupt- und Realschulen als auch für Gymnasien.

 

Die weitere Ausgestaltung dieser verbindlichen Unterrichtsinhalte obliegt der einzelnen Schule. Daher kann der Magistrat keine Aussage darüber treffen, ob und in welchem Umfang im Sozialkundeunterricht über die Existenz und Aufgaben des Ausländerbeirates informiert wird.

 

gez. Ebeling

(Stadträtin)

 

Beschluss der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung, 22. Sitzung vom 01.12.2003, Ablehnung.

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