Dotationskirchen

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Kirchliche Angelegenheiten

Gloriosa für die Hosentaschen

Gloriosa im Glockenstuhl
Gloriosa im Glockenstuhl © B. Smets, Stadt Frankfurt am Main, Foto: B. Smets, Stadt Frankfurt am Main

Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker stellt ersten Klingelton zum Frankfurter Stadtgeläut vor

© Stadt Frankfurt am Main, Foto: B. Smets, Stadt Frankfurt am Main
Ab jetzt können alle den Frankfurter Dom als Klingelton in der Hosentasche läuten lassen. Der Dom gehört mit seiner 95 Meter hohen Turmspitze zu einem prägenden Element unserer Frankfurter Skyline und ist ein wichtiger kulturhistorischer Ort von europäischer Bedeutung in Frankfurt. Es ist mir ein persönliches Anliegen, bei einer breiten Öffentlichkeit auf unterschiedlichem Weg Interesse für unsere Dotationskirchen zu wecken“, sagt Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker. „Ich freue mich, dass wir für alle Fans des Frankfurter Stadtgeläuts einen Gloriosa-Klingelton für das Handy gemeinsam mit dem Enkel des Stadtgeläut-Komponisten Prof. Paul Smets entwickelt haben. Das ist einmalig.“
Sie bildet den Höhepunkt im Großen Stadtgeläut Frankfurts und ist die berühmteste Glocke der Mainmetropole Mit 11.950 Kilogramm Gewicht und einer Größe von über zweieinhalb Meter ist die Gloriosa nicht gerade hosentaschentauglich. Ihr Klang jetzt aber schon.

 

Per Download können alle Interessierten den Klingelton auf www.frankfurt.de/stadtgelaeut für Android- oder Apple-Geräte unkompliziert und natürlich kostenfrei bekommen. Zu hören ist bei diesem Klingelton allein die Gloriosa. Sie ist eine der größten Glocken Deutschlands und gehört zum Großen Stadtgeläut Frankfurts. Sie wurde 1877 nach dem Vorbild der berühmten Gloriosa des Gerhard van Wou im Erfurter Dom von 1497 gegossen. Dass das gesamte Domgeläute unbeschadet den Zweiten Weltkrieg überstand, war vermutlich günstigen Umständen geschuldet. 1942 mussten auch acht Domglocken an die Reichsstelle für Metalle abgeliefert werden. Allerdings blieben die Glocken unversehrt und befanden sich nach Kriegsende auf dem Hamburger Glockenfriedhof.

 

 

 

„Die Stadt Frankfurt am Main hat zu den Innenstadtkirchen eine ganz besondere Verbindung. Sie gehören der Stadt und sind Teil ihrer Identität. Daher ist es nur selbstverständlich, wenn ich gerade auch jüngere Frankfurterinnen und Frankfurtern für die Kirchen, das Große Stadtgeläut und die historische Bedeutung begeistern möchten, aber natürlich sind auch die älteren Anhänger unseres Stadtgeläuts herzlich zum Download eingeladen“, betont Uwe Becker. „Vielleicht wecken wir neue Begeisterung auch über den Gloriosa-Handy-Klingelton.“

 

1830 erklärte die Freie Stadt Frankfurt, damals ein souveräner Staat, sich bereit, die Kosten für „die Kirchengebäude und Zugehörungen wie die Orgel und dergleichen fortwährend in gutem Stand [zu] halten.“ Das war der Beginn der Dotationsverpflichtung, die bis heute Bestand hat und in Deutschland einmalig ist. Sie umfasst den St. Bartholomäus-Dom, die Alte Nikolaikirche, das Dominikanerkloster, die Liebfrauenkirche, die St. Peterskirche, die St. Leonhardskirche, die St. Katharinenkirche und die Dreikönigskirche in Sachsenhausen.

 

Klingelton:

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