Bürgermeister Uwe Becker überbringt Tel Avis Oberbürgermeister Ron Huldai Fördermittel für Holocaustüberlebende

Bürgermeister Uwe Becker überbringt Tel Avis Oberbürgermeister Ron Huldai Fördermittel für Holocaustüberlebende

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Bürgermeister Uwe Becker überbringt Tel Avis Oberbürgermeister Ron Huldai Fördermittel für Holocaustüberlebende

© Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt unterstützt auch in diesem Jahr seine israelische Partnerstadt mit 25.000 Euro

Für die Besucherinnen und Besucher ist das „Café Europa“ in Frankfurts Partnerstadt Tel Aviv mehr als nur ein Treffpunkt für Seniorinnen und Senioren. Es ist wie ein zweites Zuhause. Das Café ist ein Treffpunkt für die Überlebenden des Holocausts. Es wird an mehreren Standorten in Tel Aviv betrieben. Der Treffpunkt wirkt der sozialen Isolation älterer Menschen entgegen und bietet ein breites Angebot auch mit psychologischer Unterstützung an. Die Stadt Frankfurt am Main unterstützt die engagierte Arbeit vor Ort seit mehreren Jahren mit jährlich 25.000 Euro.

„Es ist mir ein persönliches Anliegen, die freundschaftliche Verbindung zwischen den Partnerstädten Tel Aviv und Frankfurt aktiv und mit praktischem Engagement zu pflegen und zu stärken. Die Unterstützung des Café Europa ist ein Baustein davon“, sagt Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker bei dessen letztem Amtsbesuch bei Oberbürgermeister Ron Huldai im Rathaus von Tel Aviv am gestrigen Dienstag. „Die Stadt Frankfurt am Main übernimmt damit auch über die Stadtgrenzen hinaus ihre Verantwortung im Umgang mit Überlebenden der Schoah. Diese Kooperation mit der Stadt Tel Aviv beim Café Europa zeigt auch die menschliche Tiefe, die diese besondere Partnerstadt ausmacht“, betonte Bürgermeister Uwe Becker vor Ort.

Das Café Europa hat seinen Namen von einem Café in Stockholm, Schweden, wo direkt nach dem Zweiten Weltkrieg Holocaust-Überlebende auf der Suche nach ihren verlorenen Verwandten waren. Das Konzept des Café Europa stammt aus Los Angeles und ist ein Projekt, das von der Claims Conference initiierten wurde. Ziel ist es einen Ort zu schaffen, der gleichzeitig Gemeinschaft schafft und Trost spendet. Heute wird das Projekt Café Europa auf der ganzen Welt repliziert. 2001 konnte das erste Café Europa in Tel Aviv in Israel eröffnen. Es wird finanziert von der Stadt Tel Aviv-Yafo, der Tel Aviv-Yafo Foundation und vor allem durch Spenden.
Die Corona-Pandemie hat die Arbeit auch im Café Europa verändert. Kreative Methode wurden entwickelt, um mit den älteren Menschen in Kontakt zu bleiben und weiterhin die Oase für die Überlebenden zu sein.

„Orte wie das Café Europa sind für die Menschen, die die menschenverachtende Vernichtungsmaschine überlebt haben, von unschätzbaren Wert. Mit unserem Zu-schuss von jährlich 25.000 Euro können wir einen kleinen Beitrag leisten und die hervorragende Arbeit vor Ort unterstützen und den Menschen glückliche Stunden schenken“, betont Bürgermeister Uwe Becker bei der Übergabe der Förderzusage für 2021. „In dieser Begegnungsstätte können die Überlebenden der Shoah unbefangen über ihre alte Heimat reden und sich an die schönen Augenblicke ihrer Kindheit in Europa vor dem Naziterror erinnern. Ich hoffe, dass unsere Unterstützung und die von vielen anderen die bedeutende Arbeit des Café Europa weiterhin sichern kann.“

Bürgermeister Uwe Becker hält sich derzeit auf Einladung des Israelischen Außenministeriums als Redner bei der Internationalen Konferenz gegen Antisemitismus in Jerusalem auf.