Die Zeit der Glaser-Fonds ist längst vorbei - Frankfurt spekuliert nicht

Die Zeit der Glaser-Fonds ist längst vorbei - Frankfurt spekuliert nicht

header image

Aktuelle Meldungen

Die Zeit der Glaser-Fonds ist längst vorbei - Frankfurt spekuliert nicht

Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker unterstreicht konservative Anlagepolitik

„Die Krise des Bremer Bankhauses Greensill zeigt einmal mehr, dass wir als Kommunen mehrfach vorsichtig mit den uns anvertrauten Steuergeldern umgehen müssen. Ich bin froh, dass wir bereits vor Jahren den zuvor doch deutlich spekulativeren Kurs verlassen haben und im letzten Jahrzehnt mit unserer konservativen Anlagepolitik sicher durch die Höhen und Tiefen der Finanzmärkte gesegelt sind. Die Zeit der Glaser-Fonds ist längst vorbei. Die Frankfurterinnen und Frankfurter können sich darauf verlassen, dass ihr Kämmerer die sichersten Maßstäbe an die Geldpolitik der Stadt anlegt“, betonte heute Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker.

„Seitdem die Kommunen in Deutschland nicht mehr durch die Einlagensicherung geschützt sind, gilt dreifache Vorsicht. Doch auch die Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 hat uns vor Augen geführt, dass selbst stabilste Strukturen ins Wanken geraten können und unsere Anlageentscheidungen daher auch innerhalb gesetzlicher Rahmen engstens begrenzt sein müssen. Doch auch die aufsichtsrechtlichen Strukturen gegenüber Kredit- und Finanzinstituten scheinen nicht ausreichend zu sein, denn das aufziehende Gewitter bei Greensill und deren Muttergesellschaft in Großbritannien hätte auch früher schon zu weitergehenden Schritten der hiesigen Bankenaufsicht führen können. So haben einige Kolleginnen und Kollegen noch bis in die jüngsten Wochen hinein nach Treu und Glauben ihre Anlageentscheidungen abgewogen getroffen und stehen nun vor einem möglichen Millionenschaden“, erklärte Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker weiter.

„Wir haben seit 2008/2009 unsere Kredit- und Anlagepolitik grundlegend geändert, haben die zuvor vom früheren Stadtkämmerer Albrecht Glaser aufgelegten Glaser-Fonds abgebaut, unser derivatives Kreditgeschäft zurückgefahren und begrenzen die Anlage unserer zeitweise vorhandenen Überschüsse auf Banken der obersten Bonitätsklassen. Im vergangenen Jahr haben wir zudem unsere Anlagerichtlinien nochmals überarbeitet und legen kurzfristig vorhandene Mittel vorrangig bei Sparkassen, Volks- und Genossenschaftsbanken, Banken mit einem Mindestrating von A oder auf dem Konto der Deutschen Bundesbank an. Noch solider und konservativer kann man mit dem Geld der Frankfurterinnen und Frankfurter nicht wirtschaften“, erklärte Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker abschließend.