Roth, Salomon

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Stolperstein-Biographien in Bockenheim

Roth, Salomon

Salomon Roth wurde in Niederohmen als Sohn von Heinemann Roth (1842–1930) und Leuche Roth, geb. Freund (1843–1890) geboren. Er war verheiratet mit Emilie Roth, geb. Huetzler, die am 22. November 1943 starb. Sie hatten zwei Söhne und eine Tochter, die nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA beziehungsweise in der Bundesrepublik Deutschland lebten.

Salomon Roth besuchte von 1885 bis 1893 die Volksschule in Niederohmen. Nach einjähriger Tätigkeit in der väterlichen Metzgerei begann er eine Metzgerausbildung bei dem Frankfurter Unternehmen „Josef Hess“ in der Großen Seestraße, die er 1897 mit der Gesellenprüfung beschloss. Bis 1904 arbeitete er in der Metzgerei „Hugo Hess“ in der Friesengasse und absolvierte seine Meisterprüfung. 1904 eröffnete er eine eigene Metzgerei in der Großen Seestraße 11, zusammen mit dem Stiefbruder als Teilhaber. 1913 kam eine Pferdehandlung hinzu. Die Firma „S. &. I. Roth“ beschäftigte im Durchschnitt sieben Gesellen; der Schwerpunkt lag auf Herstellung und Vertrieb von Rindswürsten. In dem Pferdehandel wurden drei Stallburschen, ein Buchhalter und ein Fahrer beschäftigt; ein Filialbetrieb konnte bald in Gießen eröffnet werden. Beide Betriebe mussten verfolgungsbedingt zum 19. August beziehungsweise 23. Mai 1938 abgemeldet werden. Salomon Roth war Eigentümer der Liegenschaft Kurfürstenstraße 20.

 

Im Zusammenhang mit dem November-Pogrom war Salomon Roth vom 10. November bis 14. Dezember 1938 oder März 1939 in Buchenwald inhaftiert. Zwischen Oktober 1942 und März 1943 musste er als Straßenkehrer Zwangsarbeit leisten. Seine letzte Frankfurter Adresse war die Uhlandstraße 60. Im März 1943 wurde er verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis Hammelsgasse verschleppt und anschließend in das Strafgefängnis Preungesheim verlegt. Er wurde unbekannten Datums nach Auschwitz deportiert und dort unter der Nummer 31179 registriert. Von dort kam er in das Konzentrationslager Buna-Monowitz des IG Farben-Konzerns. Todesursache war angeblich ein Herzklappenfehler.


Der Stolperstein wurde initiiert von Volker Rahn aus der Nachbarschaft.

Salomon Roth
Geburtsdatum: 3.8.1879
Haft: 1938 Buchenwald
Deportation: 1943 Auschwitz
Todesdatum: 30.10.1943

Stolperstein Große Seestraße 12, Salomon Roth
Stolperstein Große Seestraße 12, Salomon Roth © Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main

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