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Stadtentwässerung Frankfurt künftig mit Aquastar im Einsatz

15.05.2024, 14:37 Uhr

Das neue Elektro-Spülfahrzeug auf dem Weg vom Hersteller zur Messe. Bald wird es bei der Stadtentwässerung in Frankfurt eintreffen
Das neue Elektro-Spülfahrzeug auf dem Weg vom Hersteller zur Messe. Bald wird es bei der Stadtentwässerung in Frankfurt eintreffen © Firma Kaiser

SEF kauft ersten vollelektrischen Wasserrückgewinner

Während der Weltleitmesse für Umwelttechnologien IFAT Munich stellen die Stadtentwässerung Frankfurt (SEF) und die Firma Kaiser gemeinsam den weltweit ersten vollelektrischen Wasserrückgewinner Aquastar vor. Er wird ab dem vierten Quartal dieses Jahres bei der SEF zum Einsatz kommen.
 
„Nachdem die SEF das vollelektrische Reinigungsfahrzeug im vergangenen Jahr für eine Woche unter realen Bedingungen getestet hat, haben wir uns für den Erwerb eines Fahrzeugs entschieden, um diese innovative Antriebstechnik und die erneuerbare Energie in der Branche weiter zu etablieren“, erläutert Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert, der für den Stadtentwässerungsbetrieb zuständig ist.
 
Der Aquastar verfügt über einen Druckumsetzer, also einer hydraulisch angetriebenen Wasserhochdruckpumpe, die den Öldruck unmittelbar in Wasserdruck umsetzt. Mit einer Spülleistung von bis zu 300 Litern pro Minute unter maximal 200 Bar und einer Saugleistung von bis zu 3100 Kubikmetern pro Stunde können auch Kanalabschnitte in tieferen Lagen beziehungsweise mit Abflusshemmnissen ausreichend gespült und gereinigt werden. Der Tank hat ein Gesamtfassungsvermögen von 11.900 Litern, wovon 2700 Liter auf die Frischwasserkammer und 9200 Liter auf den Schlammtank entfallen. Das Fahrzeug besitzt eine Wasserringpumpe, die platzsparend im Frischwassertank sitzt und so gleichzeitig gekühlt wird. Die Batteriekapazität von 508 Kilowattstunden ermöglichen eine reine Fahrstrecke von circa 290 Kilometern. Das ermöglicht den Einsatz bei Schwerpunktkontrollen im gesamten Stadtgebiet, aber auch bei der Reinigung von Bauwerken und Pumpstationen, da hier das Fahrzeug perspektivisch nachgeladen werden kann.
 
Siefert führt weiter aus: „Für den technischen Fuhrpark der SEF ist das der Einstieg in die E-Mobilität. Diesen Weg wollen wir weiter beschreiten. Für eine Übergangszeit werden allerdings die konventionell mit Diesel angetriebenen Fahrzeuge auch weiterhin im Einsatz sein.“

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