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Erste Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft (FraBeG) gegründet

15.05.2024, 16:07 Uhr

Der Vorstand der Frabeg 2024: Markus Schaufler, Lothar Stanka, Christian Stenglein
Der Vorstand der Frabeg 2024: Markus Schaufler, Lothar Stanka, Christian Stenglein © privat

Oberbürgermeister Mike Josef, hat am Mittwoch, 15. Mai, die Gründung der ersten Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft (FraBeG) begrüßt.

Die FraBeG hat sich das Ziel gesetzt, Projekte im Bereich erneuerbarer Energien zu planen und umzusetzen. Josef äußerte die Hoffnung, dass die Genossenschaft die Unterstützung vieler Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Main-Gebiet gewinnen kann.

Der Oberbürgermeister signalisierte bei einer Pressekonferenz zusammen mit Frankfurts Klima- und Umwelt-Dezernentin Rosemarie Heilig sowie Vorstand und Aufsichtsrat der FraBeG, dass die Stadt das Vorhaben politisch unterstützt. Im Mai 2022 hatte die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung das Klimaschutzpaket beschlossen. Frankfurt soll bis 2035 klimaneutral werden, die Stadtverwaltung bereits bis 2030.

Oberbürgermeister Josef hob die Bedeutung des Klimaschutzes hervor: „Es ist erst knapp zwei Wochen her, dass ein Unwetter über dem Rhein-Main-Gebiet tobte. Die Leitstelle der Feuerwehr rief den Ausnahmezustand aus, es wurden Wasserschäden, überflutete Straßen und umgestürzte Bäume gemeldet. Dies zeigt, die Auswirkungen des Klimawandels sind auch hier bei uns in Frankfurt deutlich spürbar.“

Die FraBeg könne dazu beitragen, die notwendige Transformation voranzutreiben, sagte Josef: „Es ist entscheidend, dass die Investitionen für den Klimaschutz konsequent in unserer Infrastruktur ankommen. Daher freut es mich, dass die FraBeg zum Start den Schwerpunkt auf Photovoltaikprojekte gelegt hat, da diese relativ zügig zu verwirklichen sind. Ich begrüße die niedrigschwellige Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, sich zu beteiligen.“

Bürgerenergiegenossenschaften sind eine in Deutschland seit Jahren etablierte Idee. Seit 2006 sind bundesweit rund 950 solcher Genossenschaften gegründet worden, die Zahl der Mitglieder beträgt rund 220.000. Geschätzt 3,4 Milliarden Euro sind bisher von Bürgerenergiegenossenschaften für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien investiert worden.

Am 20. Juli 2023 hat die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung in einem Beschluss den Magistrat beauftragt „zu prüfen und zu berichten, ob eine längerfristige Form der Unterstützung (einer Bürgerenergiegenossenschaft) seitens der Stadt, sowohl in finanzieller, organisatorischer wie auch ideeller Hinsicht, möglich und auch sinnvoll“ ist.

Weitere Informationen finden sich unter frabeg.deExternal Link.

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