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Sondermeldungen

Zahlreiche Einrichtungen schließen ab Montag - Frankfurter Bestimmungen bleiben weitgehend in Kraft

29.10.2020, 17:28 Uhr

Die Pandemie-Lage in Frankfurt bleibt angespannt! Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 218,8 liegt die Stadt weiter deutlich über dem hessenweiten Schnitt von 137. 

Der Verwaltungsstab hat deshalb beschlossen, die am 31. Oktober auslaufende Allgemeinverfügung zu verlängern. Damit gilt weiterhin im Bereich des Alleenrings eine Maskenpflicht. Auch die Regelungen zum Alkoholkonsum bleiben bestehen.

Analog zu den geplanten landesgesetzlichen Regelungen strebt der Verwaltungsstab eine Laufzeit bis Ende November an. Die Verfügung ist jedoch zunächst bis 15. November befristet, um auf eine eventuelle Änderung der Lage zeitnah reagieren zu können.

Darüber hinaus haben sich der Stab sowie die Spitzen der Koalition dafür ausgesprochen, die Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse in Frankfurt zügig anzugehen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf Klarheit – ebenso wie die betroffenen Einrichtungen.“
Ab Montag, 2. November schließen laut Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder folgende Institutionen und Einrichtungen der Freizeitgestaltung bis voraussichtlich Ende November:

a. Theater, Opern, Konzerthäuser, und ähnliche Einrichtungen,
b. Messen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen,
c. Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen,
d. der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen,
e. Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Thermen,
f. Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.

Dies bedeutet für Frankfurt, dass auch die Museen, der Zoo und der Palmengarten schließen und dass der Herbstmarkt („Herbst in der Stadt“) ebenfalls zum 2. November endet.

Gastronomische Betriebe dürfen laut Bund-Länder-Beschluss nur Außer-Haus-Verzehr anbieten. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt: „Jetzt gilt’s! Wir müssen das Virus gemeinsam zurückdrängen. Jede Frankfurterin, jeder Frankfurter ist gefragt. Reduzieren Sie Ihre Kontakte, halten Sie Abstand, tragen Sie Maske, beachten Sie die Hygieneregeln. Zeigen wir Corona die rote Karte!“

Bürgermeister Uwe Becker betont: „Die Entscheidungen in diesen Tagen sind nicht einfach zu treffen, aber sie sind in meinen Augen notwendig. In unseren Nachbarländern werden teilweise noch deutlich weitergehende Beschränkungen verordnet. Dies zeigt auch, wie intensiv das Abwägen zwischen der Beschränkung von Freiheiten, den Eingriffen in Wirtschaft und Öffentliches Leben und der Sicherstellung der Gesundheit bei uns stattfindet.“

Gesundheitsdezernent Stefan Majer sagt: „Von der Wirkung und Akzeptanz ist es gut, dass gestern einheitliche Maßnahmen von Bund und Ländern beschlossenen wurden. Wir arbeiten jetzt weiter an flankierenden Maßnahmen und nutzen die nächsten vier Wochen, kritisch auf die Öffnung der letzten Monate zurückzublicken. Es gilt, die Schwachstellen der trügerischen Normalität zu benennen, die dem Virus zu viel Raum gelassen haben. Und unser Ziel muss sein: Frankfurt trägt Maske! Wir definieren, wann und wo man sie absetzen kann – nicht umgekehrt.“


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