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Sondermeldungen

Magistrat stellt Konzept für Wiederaufnahme des Regelbetriebs an den Schulen vor

13.08.2020, 13:00 Uhr

Oberbürgermeister Feldmann, Integrations- und Bildungsdezernentin Weber und Gesundheits- und Personaldezernent Majer sehen Schulen und Kitas gut gerüstet für die kommenden Monate unter Pandemiebedingungen.

Zentrale Informationen für Eltern herausgegeben, diese gibt es in Kürze auch in verschiedenen Sprachen auf www.frankfurt.deInternal Link  
Rückkehrer*innen aus Risikogebieten müssen sich auf COVID-19 testen lassen (im Reiseland oder nach Ankunft in Deutschland). Bis zum Vorliegen des Ergebnisses gilt die Quarantänepflicht.
Forderung nach einheitlicher Maskenpflicht für alle Erwachsenen und Kinder ab 10 Jahren, sofern kein Mindestabstand eingehalten werden kann.
Forderung nach regelmäßigen Tests für alle Beschäftigten in Schulen und Kitas (inkl. Horten).

 

Am Montag, 17. August, steht nach den regulären Kita-Öffnungen und der schrittweisen Öffnung der Grundschulen die Öffnung der weiterführenden Schulen unter Pandemiebedingungen bevor. Die städtischen Verantwortlichen sind mit Blick auf die Wiedereröffnung der Schulen im Regelbetrieb und die Betreuung in den Kitas nach der Ferienzeit trotz voll belegter Gruppen und Schulklassen zuversichtlich.

„Wir haben in den vergangenen sechs Wochen unser Bestmöglichstes dafür getan, dass unsere Bildungs- und Betreuungseinrichtungen ihre Arbeit wiederaufnehmen können“, sagt Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber. „Dabei gilt es, das Recht auf Bildung und den Kinderschutz in Einklang zu bringen mit dem leider immer noch notwendigen Gesundheitsschutz aller Kinder und Erwachsenen in unseren Einrichtungen. Dabei muss es unser aller Ziel sein, durch vorbeugende Maßnahmen die erneute Schließung von Kitas und Schulen möglichst zu vermeiden. Unser Schutzkonzept umfasst daher drei Säulen: 1. Information und Aufklärung, 2. Prävention durch eine weitgehende Maskenpflicht und 3. regelmäßige Testungen aller Beschäftigten“, sagt Weber.

„Erstens haben Stadtrat Majer und ich Informationsflyer mit Regeln und Kontaktadressen an alle Schulen und Kitas verschickt, um die Verfahrens- und Kommunikationswege sicherzustellen. Ein Flyer für die Eltern mit wichtigen Informationen zum Schul- und Kita-Besuch unter Corona-Bedingungen ist online gestellt und wird in gedruckter Form nächste Woche an alle Eltern verteilt. Er wird außerdem in die wichtigsten Frankfurter Verkehrssprachen übersetzt und steht ebenfalls zeitnah online zur Verfügung, um so viele Familien wie möglich zu erreichen“, erläutert die Dezernentin.

Die vom Gesundheitsamt und dem Stadtschulamt erarbeiteten Informationsflyer erläutern im Falle eines Corona-Ausbruchs in einer Schule oder einer Einrichtung detailliert die zu ergreifenden Schritte. Sie bringen Klarheit für die verantwortlichen Schul- und Kitaleitungen, für die Träger, aber vor allem auch für die Eltern.

„Wir haben bereits vor den Ferien gezeigt, wie einzelne Infektionsgeschehen an Schulen durch die ergriffenen Maßnahmen und eine gute Kontaktnachverfolgung schnell unterbrochen werden können. Aus den Erfahrungen hat das Gesundheitsamt gemeinsam mit dem Stadtschulamt die Abläufe und Kommunikationswege weiterentwickelt und alle Beteiligten informiert“, ergänzt Gesundheitsdezernent Stefan Majer.

Weber ist besonders wichtig, auf die Bestimmungen zur Rückkehr aus Risikogebieten hinzuweisen: „Wer sich im Urlaub in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder Kontakt zu infizierten Personen hatte, muss sich testen lassen und sich beim Gesundheitsamt seines Wohnortes melden“, sagt sie. „So lange, bis das negative Ergebnis vorliegt, müssen die betreffenden Personen zu Hause bleiben und dürfen auch ihre Kinder nicht in die Kita oder Schule bringen. Im Zweifelsfall haben die Einrichtungen das Recht, Kinder nach Hause zu schicken oder ein ärztliches Attest zu verlangen. Dies dient dem Gesundheitsschutz und der Sicherheit aller Kinder und Erwachsenen in unseren Einrichtungen.“

Sowohl Stadträtin Weber als auch Stadtrat Majer haben sich zweitens erneut für eine weitergehende Regelung zur Maskenpflicht in Schulgebäuden ausgesprochen. „Es ist gerade in den ersten Wochen nach den Ferien von großer Bedeutung, dass alle Erwachsenen und Kinder in den weiterführenden Schulen überall dort im Schulgebäude eine Mund-Nasenbedeckung tragen, wo die Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten werden können. Insofern begrüßen wir die gestern getroffene Entscheidung des Kultusministeriums zur Maskenpflicht außerhalb der Klassenräume. Die Frage, ob in einem Raum Unterricht stattfindet oder nicht, ist allerdings für die Infektionsgefahr nicht von Bedeutung“, kritisiert Weber. „Ein gut durchlüfteter Flur ist weniger risikobehaftet als ein Klassenraum, in dem die Schüler*innen dicht gedrängt sitzen und die Fenster nicht geöffnet werden können. Ist dies der Fall, sollte es auch keine generelle Befreiung von der Maskenpflicht im Unterricht geben. Wenn man aber in einem Klassenraum Abstand halten kann, alle auf ihren Plätzen sitzen und man dauerhaft lüften kann (nicht nur in den Pausen), spricht nichts dagegen, die Masken abzunehmen. Dies sollten die Lehrkräfte in der jeweiligen Situation entscheiden können“, sagt Stadträtin Weber.

„In der ersten Schulwoche erhalten alle Schulen erneut Mund-Nasenbedeckungen aus den städtischen Beständen, so dass jeder Schülerin und jedem Schüler noch einmal zwei Masken zur Verfügung gestellt werden können“, sagt Stadtrat Stefan Majer.

Stadträtin Weber erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass auch statt der Masken Visiere getragen werden können, was besonders für Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf im Bereich Hören wichtig sei. Sie stellt klar: „Diese Kinder sind auf das Lippenlesen angewiesen. Hier wäre ein Visier die bessere Wahl, damit diese Kinder dem Unterricht besser folgen können. In Kitas, in denen auch die Sprache erlernt wird, sind Visiere schon länger üblich.“

Drittens sollen Testungen für alle Beschäftigten an Schulen, in Kitas und in der Kindertagespflege angeboten werden, also auch für Schulsekretariate, Schulhausverwaltungen, Hauswirtschaftsangestellte sowie Beschäftigte in der Jugendhilfe und im Ganztag. „Wir sind zufrieden, dass sich das Land bewegt hat und einem Teil unserer Forderung nachgekommen ist“, sagt Weber. Dies reiche jedoch nicht aus und müsse dringend nachgebessert werden.

Majer führt weiter aus: „Das Angebot des Landes erreicht nicht alle an den Schulen Beschäftigten. Deshalb werden darüber hinaus alle Personen, die an den Schulen Kontakt mit Schülerinnen und Schülern haben, von uns Testmöglichkeiten erhalten.“

Der Regelbetrieb unter so genannten Pandemiebedingungen an den Kitas sei bereits seit dem 6. Juli erfolgreich angelaufen, so Weber. „Wir hatten im Juli trotz der Ferien mit über 40.000 Kindern schon fast wieder ‚full house’. Alle Träger und Einrichtungen sind sehr bemüht und sich ihrer großen Verantwortung bewusst. Die Eltern sind nach wie vor umsichtig und verständnisvoll und unterstützen den Öffnungsprozess gut. Diese Haltung ist vorbildlich und ich danke ihnen darum besonders herzlich.“

Stadtrat Majer und Stadträtin Weber danken auch den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Stadtschulamt, im Gesundheitsamt, bei Kita Frankfurt, den Trägern sowie den Vertreterinnen und Vertretern von Eltern und Gewerkschaften, dass sie die Sommerferien durchgearbeitet und diese gute Grundlage geschaffen haben, damit die Frankfurter Kita-Kinder sowie Schülerinnen und Schüler auch unter Pandemiebedingungen erstklassige Bildung und Betreuung in den Einrichtungen erhalten.

Weber ergänzt: „Auch in den kommenden Wochen werden wir gemeinsam weiter daran arbeiten, den Gesundheitsschutz für alle Kinder und Erwachsenen in unseren Frankfurter Bildungseinrichtungen sicher zu stellen. Eltern können sich darauf verlassen, dass wir gemeinsam mit allen beteiligten Ämtern so vorbereitet sind, dass ihr Alltag und der ihrer Kinder wieder stattfinden kann – sofern die Entwicklung der Pandemie das erlaubt. Dazu kann jede und jeder von uns jetzt einen Teil beitragen.“

Majer sagt: „Ein Ende der Pandemie ist leider noch immer nicht abzusehen. So lange es keinen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 gibt, ist es weiterhin absolut notwendig, dass wir uns alle, wo immer dies möglich ist, an die AHA-Regeln halten - Abstand halten, auf Hygiene achten und Alltagsmaske tragen, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Gleichzeitig sollten wir darauf achten, dass unsere Kontakte immer nachverfolgt werden können, um im Falle einer Infektion weitere Ansteckungen schnell zu verhindern.“

Oberbürgermeister Peter Feldmann betont: „Alle Studien der letzten Wochen haben gezeigt, wie dringend notwendig, ja fast existenziell, der Regelbetrieb in Kitas und Schulen vor allem für das Fortkommen unserer Kinder ist. Das Coronavirus ist aber nicht verschwunden. Umso vorsichtiger müssen wir sein, damit wir keinen Rückschritt machen und das Erreichte gefährden. Halten Sie bitte die Hygieneregeln streng ein: Nach Möglichkeit Abstand halten, Hände waschen und Masken tragen.“

Der Informationsflyer für Eltern ist als PDF-Datei beigefügt.

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