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Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg begrüßt 200 Gäste beim Gedenken an Corona-Tote in der Paulskirche

19.11.2021, 13:04 Uhr

Bürgermeisterin Dr. Eskandari-Grünberg während der Schweigeminute; Foto: Andreas Varnhorn
Bürgermeisterin Dr. Eskandari-Grünberg während der Schweigeminute © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Andreas Varnhorn

Mit Gebeten, Lesungen und Gesängen haben am Donnerstag, 18. November, Angehörige von acht Religionsgemeinschaften der Menschen gedacht, die im Zuge der Corona-Pandemie gestorben sind. Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg hat die 200 Gäste in der Paulskirche begrüßt.

„Religionen gehören zu den entscheidenden Resilienz-Faktoren unserer Gesellschaft. Deshalb spielen sie bei der Bewältigung von Krisen wie der Pandemie eine sehr wichtige Rolle. Religionen verleihen Trost, sie bieten Schutz und geben Antworten“, sagte Eskandari-Grünberg. Und ergänzte: „Jede Religion tut das auf ihre Weise, das Entscheidende aber ist: Sie lassen die Menschen mit ihrer Trauer und ihrer Angst nicht allein.

Sie sei der Stiftung gegen Rassismus und dem Abrahamischen Forum sehr dankbar, welche die Gedenkfeier organisiert hatten. Beteiligt waren Alevitentum, Bahaitum, Buddhismus, Christentum, Ezidentum, Judentum, Islam und die Sikh-Religion. Grußworte sprachen Felix Klein, der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, und der Geschäftsführer der Stiftung gegen Rassismus, Jürgen Micksch. Die musikalische Begleitung übernahmen das Abrahamische Trio mit Irith Gabriely und das Mikail Aslan Ensemble „Klänge vom Euphrat“.

Das Gedenken der Pandemie-Opfer kommt nach Worten von Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg zum richtigen Zeitpunkt: „Die Pandemie ist längst nicht vorbei. Die Menschen leiden darunter, viele haben Angst und sind verunsichert. In diesen Zeiten ist es nicht leicht, Hoffnung und Zuversicht zu vermitteln. Dafür brauchen wir die Religionen.“

Sie sei sehr froh, dass es in Frankfurt nicht nur viele Religionen, sondern als verbindendes Element auch den Rat der Religionen gebe. „Diese Solidargemeinschaft der Religionen tut einer Stadtgesellschaft immer gut, ganz besonders aber in schweren Zeiten. Gemeinsam können die Religionen ein Vorbild sein. Und sie übernehmen Verantwortung in der Pandemie. Dafür bin ich Ihnen allen sehr dankbar.“


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