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Sondermeldungen

Stadtpolizei geht gegen illegale Prostitution vor

23.09.2020, 15:19 Uhr

Einsatzfahrzeuge der Polizei, Foto: Stefan Maurer
Einsatzfahrzeuge der Polizei © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Stefan Maurer

Prostitution ist eine Corona-Gefahrenquelle. Daher geht die Stadtpolizei dagegen vor.

Mit einer groß angelegten Kontrolle hat die Stadtpolizei des Ordnungsamtes am Abend des Dienstages, 22. September, im Bahnhofsviertel kontrolliert. Hintergrund sind die steigende Anzahl an Beschwerden und eigene Feststellungen über illegale Prostitution in diesem Bereich.

Insgesamt wurden 47 Personen überprüft. Gegen 16 Prostituierte wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Prostitutionsausübungen im Sperrgebiet eingeleitet. In drei weiteren Fällen wurden wegen beharrlicher Ausübung der Prostitution Strafanzeigen gestellt.

Gegen einen Zuhälter lag ein internationaler Haftbefehl, gekoppelt mit einem Auslieferungsersuchen aus Ungarn, vor. Er wurden in Haft genommen und zum Polizeipräsidium Frankfurt gebracht.

Der Betreiber eines Hotels in der Ottostraße wurde angezeigt, da er die Prostitutionsausübung innerhalb seines Hotels wissentlich duldete. Meldescheine wurden kontrolliert und drei Verstöße gegen das Meldegesetz festgestellt. Die falsch und unvollständig ausgefüllten Meldescheine wurden sichergestellt. Pikant: In diesem Hotel werden durch die Stadt Frankfurt am Main obdachlose Menschen beherbergt. Ob in diesem Zusammenhang Familien mit Kindern mit der dort stattfindenden Prostitution in Berührung kamen, muss noch ermittelt werden.

In einem weiteren Hotel in der Moselstraße konnten die Meldescheine gar nicht erst vorgezeigt werden. Auch hier erfolgen Nachermittlungen wegen des Verdachts der Duldung illegaler Prostitutionsausübung.

Sicherheitsdezernent Markus Frank sagt zu den Kontrollen: „Die Ausübung der Prostitution in Bordellen ist derzeit zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie unzulässig. Ein Ausweichen der Prostituierten in Hotels oder auf die Straße ist nicht hinnehmbar. Die Gefahren, die hiervon für die Prostituierten und in Bezug auf eine mögliche Ausbreitung des Corona-Virus ausgehen, sind zu hoch. Die Stadtpolizei wird hier weiter kontrollieren.“


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