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Sondermeldungen

Gesundheitsdezernent Majer zum Verstoß gegen Isolierungsverfügung

09.09.2020, 18:00 Uhr

Stadtrat Stefan Majer
Stadtrat Stefan Majer, Foto: Stefan Maurer © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Harthmuth Schröder

Am Freitagabend, 4. September, haben Beamte der Stadtpolizei nach einem Hinweis in einer Bar einen positiv auf SARS-CoV-2 Getesteten bei der Arbeit als Servicekraft angetroffen. Die Person war zu der Zeit nicht mehr symptomatisch, hatte während der Arbeit durchgehend die Hygienevorschriften eingehalten und einen Mund-Nasenschutz getragen. Der Vorgang spielte sich komplett im Außenbereich ab.

Das Gesundheitsamt bewertet das Infektionsrisiko der anwesenden Gäste als sehr gering, weshalb keine weiteren Maßnahmen für die Gäste notwendig sind. Nichtsdestotrotz kontaktiert das Gesundheitsamt vorsorglich alle registrierten Gäste, die allenfalls als Kontaktpersonen der Kategorie II bewertet werden, also als Kontaktpersonen ohne erhöhtes Infektionsrisiko.

Bei der Bewertung des Infektionsrisikos richtet sich das Gesundheitsamt nach den Empfehlungen des Robert Koch-InstitutesExternal Link.

Eine weitere Beschäftigte, die positiv getestet wurde, hat ebenfalls eine Isolierungsverfügung erhalten. Sie hatte sich durch einen persönlichen und ungeschützten Kontakt zum infizierten Kollegen angesteckt. Das Personal des Gastronomiebetriebes, das in unmittelbarem Kontakt mit den Infizierten stand, hat eine Quarantäneverfügung erhalten.

Der Geschäftsführer hat nach Aufforderung durch die Streife der Stadtpolizei die Gaststätte am Freitag unverzüglich bis einschließlich Samstagmittag geschlossen und eine gründliche Reinigung und Lüftung veranlasst. Am Samstag, 5. September, konnte das Restaurant wieder öffnen.

Gegen den an COVID-19 erkrankten Indexfall gehen die Ordnungsbehörden vor, da er die Isolierungsverfügung missachtet hat.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer ärgert sich über das Verhalten des Infizierten und die damit verursachte Mehrarbeit für das Gesundheitsamt: „Die Missachtung der Isolierungsverfügung ist alles andere als ein Kavaliersdelikt und wird konsequent bestraft werden.“

Eine grafische Erläuterung des RKI zur Kontaktverfolgung ist als PDF beigefügt.


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