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Sondermeldungen

Sozialdezernat gibt 335.000 Euro für digitale Ausstattung in Kinder- und Jugendhäusern

14.01.2021, 14:13 Uhr

Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld
Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Bernd Euring
Während die Schulen überwiegend in den Online-Modus gewechselt sind, bleiben die 146 Kinder- und Jugendhäuser in Frankfurt geöffnet. Sie bauen derzeit ihr digitales Angebot stark aus.

Für die Digitalisierung steht jetzt auch mehr Geld zur Verfügung: Der Jugendhilfeausschuss (JHA) hat im Dezember aus anderweitig eingesparten Mitteln 135.000 Euro dafür bereitgestellt. Diesen Betrag hat Jugenddezernentin Daniela Birkenfeld noch einmal um 200.000 Euro aus dem Topf des Jugend- und Sozialamtes aufgestockt. Somit stehen insgesamt 335.000 Euro zur Verfügung. Im JHA sind die Träger der Kinder- und Jugendarbeit versammelt; sie entscheiden unter anderem über die Mittelverwendung.

Ein Teil des Geldes ist für die Fortbildung der Mitarbeiter von Kinder- und Jugendzentren gedacht; ein anderer Teil für die Anschaffung von Laptops, Kameras und Headsets. Zum einen werden die Geräte an Kinder und Jugendliche verliehen, die keine eigenen haben. Zum anderen nutzen die Mitarbeiter die Laptops, um mit den Jugendlichen in Videokonferenzen zu sprechen. Beratung und Hausaufgabenhilfe finden aber weiterhin auch auf herkömmlichem Weg statt.

„Ich bin sehr froh, dass wir die Kinder- und Jugendzentren jetzt auch mit mehr Hardware ausstatten können. Kinder und Jugendliche müssen während der Corona-Pandemie auf vieles verzichten. Der Kontakt zu den Sozialarbeitern darf aber trotz aller Einschränkungen nicht abreißen“, sagt Birkenfeld. „Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter unterstützen Kinder und Jugendliche beim Homeschooling und sorgen für sinnvolle Freizeitgestaltung. Das ist besonders für die Kinder und Jugendlichen wichtig, deren Eltern dafür nicht genügend Zeit haben.“

Nach den mit dem Gesundheitsamt abgesprochenen Nutzungskonzepten muss der Zugang jetzt stärker gesteuert werden, damit nicht zu viele Besucherinnen und Besucher gleichzeitig die Einrichtungen aufsuchen. Für die meisten Angebote müssen sich die Kinder und Jugendlichen daher ab sofort anmelden – telefonisch, persönlich oder digital. Das jeweilige Programm steht auf den Websites der Jugendzentren oder auf Instagram.

„Für Heranwachsende wiegt ein durch die Pandemie geprägtes Schul- und Ausbildungsjahr viel schwerer als für Menschen mit abgeschlossener Bildung und Arbeitsplatz“, erläutert die Jugenddezernentin. Zukunftsfragen und Sorgen zur schulischen und beruflichen Ausbildung seien oft Thema der Beratungen. Aber auch die Erkennung von „Fake News“ und die Frage, welche Nachrichten zu Covid-19 eigentlich wahr seien, beschäftige die Kinder und Jugendlichen.

Da in vielen Einrichtungen das Programm abends mit Musikprojekten und Spielerunden komplett digital wird, können mit dem Verleih von Laptops oder Tablets mehr Jugendliche daran teilnehmen. In vielen Einrichtungen werden auch Spiele und Bücher für Zuhause verliehen. Oft stehen Bastelpakete mit Anleitungen oder Backzutaten zum Abholen bereit. Die Mitarbeiter machen mit einzelnen Kindern und Jugendlichen Spaziergänge, um persönliche Gespräche zu ermöglichen. Online werden beispielsweise Playstation-Turniere oder Hip-Hop-Workshops veranstaltet. Der pädagogische Mittagstisch findet weiterhin statt, da gerade in der Zeit der Schulschließung für die Eltern diese Form der Betreuung eine größere Rolle spielt.
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