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Sondermeldungen

Corona-Pandemie als Chance für echten Fluglärmschutz in der Nacht

13.07.2020, 13:49 Uhr

OB Peter Feldmann, Foto: Frank Widmann
OB Peter Feldmann, Foto: Frank Widmann © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Frank Widmann
Oberbürgermeister Feldmann: ‚Flugbewegungen in Nachtrandstunden müssen abnehmen‘

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt: „Es ist gut, dass unser Flughafen wieder Fahrt aufnimmt, er ist ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in der Region und Hessen. Die coronabedingte, geringere Zahl der Flugbewegungen eröffnet die Chance, dass Flughafen, Frankfurt und die Region zu einem besseren Verhältnis finden, weil der Lärm abnimmt. Die verstärkte Nutzung der Nordwest-Landebahn in den sensiblen Nachtrandstunden dient diesem Ziel leider nicht. Die Frankfurter Stadtregierung bleibt bei dem von mir durchgesetzten Ziel, dass die Flugbewegungen in dieser Zeit nicht zu-, sondern abnehmen müssen. Ich persönlich stehe unverändert dazu: Zwischen 22 und sechs Uhr muss ein Nachtflugverbot eingeführt werden und es ist Zeit, seriöse Airlines wie unsere Lufthansa zu stärken und nicht Billigflieger mit Lohndumping-Modellen.
Stadträtin Dr. Ursula Fechter
Stadträtin Dr. Ursula Fechter © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Wachendörfer
Die Fluglärmschutzbeauftragte Ursula Fechter fügt hinzu: „Ein Neuanfang ist gefragt und kein Zurück zur alten Normalität. Hier bietet sich die Chance, mit den zur Zeit wenigen Flugbewegungen neue Konzepte auszuprobieren und ein Mobilitätskonzept zu entwickeln, das im Einklang steht mit dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger, sowie mehr Lebensqualität.“ Die Beendigung des Incentive-Programms durch Fraport sei dazu ein erster, richtiger Schritt. Auch die Aussage der Deutschen Flugsicherung (DFS), die Nordwest-Landebahn lediglich als Überlaufbahn oder für den Fall von Sanierungsarbeiten an den beiden Parallelbahnen zu nutzen, gehe in die richtige Richtung. „Bedauerlich ist allerdings, dass trotz mehrmonatigem, stark zurückgegangenem Flughafenbetrieb erst jetzt Rollbahnen saniert werden. Es bleibt zu hoffen, dass diese Arbeiten möglichst bald beendet werden“, sagt die Stadträtin.
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