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Sondermeldungen

Zehn Jahre Bildungsberatung Hessencampus an der VHS

25.02.2021, 13:13 Uhr

Stadträtin Sylvia Weber
Stadträtin Sylvia Weber © Copyright: sts , Foto: Stephan Scheibel

Bildungsberatung und Bildungsprämie auch während Corona weiterhin möglich

Die Bildungsberatungsstelle Hessencampus an der Frankfurter Volkshochschule (VHS) kann inzwischen auf ein über zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Über 600 Menschen lassen sich jährlich durch die Beratungsstelle kostenlos und vertraulich bei der Planung ihres Bildungs- und Berufsweges unterstützen. Perspektivenentwicklung, Nachholen von Schulabschlüssen und Grundbildung sowie der Erwerb von beruflicher Qualifizierung sind die häufigsten Themen in den Einzel- und Gruppengesprächen, in Kursbesuchen und auf Informationsveranstaltungen.

„Auch in Pandemiezeiten bietet die VHS Bildungsberatung an und stellt damit ein wichtiges Angebot sicher, da sich viele Menschen gegenwärtig auf dem Arbeitsmarkt neu orientieren müssen. Beraterin Nina Thamm vereinbart Termine per Telefon und per Videokonferenz und beantwortet viele Fragen per Mail. Sobald es das Infektionsgeschehen ermöglicht, wird die Beratung selbstverständlich wieder persönlich erfolgen“, erläutert Bildungsdezernentin Sylvia Weber das Angebot.

Bildungsberaterin Nina Thamm hat die Herausforderungen im Blick: „Die Auswirkungen der Pandemie auf den Bildungs- und Arbeitsmarkt sind auch in der Beratung deutlich spürbar. Der Schwerpunkt der Themen und Zielgruppen hat sich verschoben. Auszubildende werden nicht übernommen und suchen alternative Wege im Bildungssystem. Mitarbeitende aus der Gastronomie, der Tourismus- und Luftfahrtbranche, aber auch aus dem Einzelhandel, schulen um oder möchten sich ein zweites Standbein aufbauen.“

Im Jahr 2020 wurde kein Anliegen so häufig genannt wie die Frage nach finanzieller Unterstützung für berufliche Weiterbildung. Ratsuchende wollen die beispielsweise durch Kurzarbeit unfreiwillig gewonnene Freizeit nutzen, um sich durch Zusatzqualifikationen breiter aufzustellen, etwa mit einem zusätzlichen Standbein durch eine Weiterbildung an einer Fernuniversität zum Ernährungsberater oder einfach eine Verbesserung von EDV- und Sprachkenntnissen in einem Volkshochschulkurs. Nur fehlt es eben an den finanziellen Mitteln. Da kann eine Bildungsprämie helfen, davon wurden in der Beratungsstelle noch nie so viele ausgegeben wie im Jahr 2020, seit Juli haben sich über 100 Personen zur Bildungsprämie beraten lassen.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Programm Bildungsprämie für individuelle berufliche Weiterbildung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung um ein Jahr verlängert. Erwerbstätige haben damit noch bis Ende 2021 die Möglichkeit, sich mit bis zu 500 Euro bei ihrer Wunschweiterbildung finanziell unterstützen zu lassen. Neben Personen in Elternzeit, im Mutterschutz, Selbstständigen und Existenzgründenden haben insbesondere Beschäftigte in Kurzarbeit gute Chancen auf eine Förderberechtigung. Die Bildungsprämie kann in einem alternativen Verfahren während Corona von zu Hause aus beantragt werden, per Telefongespräch und E-Mail-Versand. Nähere Informationen dazu gibt es unter https://www.bildungspraemie.info/External Link  oder direkt bei der Beratungsstelle unter https://vhs.frankfurt.de/bildungsberatungExternal Link  im Internet.

Wer die Bildungsberatung der VHS nutzen möchte, kann sich unter Telefon 069/212-46703 informieren und einen Termin vereinbaren.


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