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250 Gäste beteiligten sich auf Einladung des Magistrats am Mitmachdialog in der Paulskirche

25.01.2023, 13:32 Uhr

Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg bei ihrer Begrüßung der Teilnehmer des Mitmachdialogs in der Paulskirche, Foto: Andreas Varnhorn
Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg bei ihrer Begrüßung der Teilnehmer des Mitmachdialogs in der Paulskirche © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Andreas Varnhorn

Wir bauen das Haus der Demokratie

Die Demokratie ist ständig in Gefahr und muss verteidigt werden. Doch es gibt Hoffnung: Die Drittklässler der Elsa-Brandström-Schule erklärten beim Mitmachdialog zum Haus der Demokratie am Dienstagabend, 24. Januar, in der Paulskirche: „Wir sind bereit mitzuhelfen.“

Drei Grundschulen hatten sich unter anderem an dem Beteiligungsprozess zur Entwicklung des Hauses der Demokratie beteiligt, das im Zusammenhang mit dem Paulskirchenjubiläum geplant ist. 250 Gäste kamen zum großen Abschlussfest der ersten Phase in die Paulskirche. „Demokratie bedeutet zu entdecken, was uns verbindet“, sagte Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg bei ihrer Begrüßung. Sie erinnerte daran, dass in Frankfurt 150.000 Menschen leben, die – weil sie keine EU-Bürgerinnen und -bürger sind – nicht wählen dürfen.

Den Wert demokratischer Rechte und die Bedeutung des Hauses der Demokratie beleuchteten Eskandari-Grünberg mit dem katholischen Stadtdekan Johannes zu Eltz, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig mit dem Publizisten Michel Friedman und die für Wahlen, Teilhabe und EU-Angelegenheiten zuständige Dezernentin Eileen O’Sullivan mit der nationalen Bürgervertreterin Deutschlands bei der Zukunftskonferenz Europa (CoFoE) und Mitgründerin von Pulse of Europe, Stephanie Hartung, in drei Gesprächsrunden. Als sie mit 18 Jahren erstmals wählen durfte, sei sie euphorisch gewesen, berichtete Stadträtin Hartwig: „Wir müssen fragen, warum Menschen ihr Wahlrecht nicht wahrnehmen. Wie können wir sie für die demokratische Willensbildung gewinnen? Nur in der Demokratie können Menschen in Freiheit leben.“

Ihre Magistratskollegin O’Sullivan betonte die Bedeutung Frankfurts als Europastadt und plädierte dafür, „die Vielfalt der Stadt und die bereits vorhandenen Beteiligungsformate mehr zu zeigen.“ In einer „Resonanzrunde“ tauschten sich Vertreterinnen und Vertreter von sieben Römer-Fraktionen mit dem Direktor des Architekturmuseums, Peter Cachola Schmal, aus. Schmal vertrat die für die Entwicklung des Hauses der Demokratie eingesetzte Expertenkommission.

Zwölf Initiativen, Vereine und Stiftungen hatten sich zuvor im Römer-Ratskeller getroffen und in Diskussions-Foren Ideen und Bedingungen für das Haus der Demokratie entworfen und auf Papphocker geschrieben. Diese „Bausteine“ für das Haus der Demokratie trugen sie anschließend in die Paulskirche. Unter anderem forderten sie, die Paulskirche zu „entstauben“ und nicht für elitäre Veranstaltungen zu nutzen. Vielmehr solle sie ein Ort sein für alle Menschen mit ihren individuellen Geschichten.

Ein paar Vorschläge hatten schließlich auch die Schülerinnen und Schüler der Elsa-Brandström-Schule parat: Das Haus der Demokratie solle „stabil, gemütlich und ein Haus des Friedens“ sein – und saubere Toiletten haben.

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