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Wie die Stadt Frankfurt der Hitze begegnet

13.07.2022, 16:54 Uhr

Der Brockhaus-Brunnen auf der Zeil bei strahlendem Sonnenschein, Foto: Jan Hassenpflug
Der Brockhaus-Brunnen auf der Zeil bei strahlendem Sonnenschein, Foto: Jan Hassenpflug © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Jan Hassenpflug
Nach einigen Tagen mit moderaten Temperaturen kommen im Laufe der Woche Temperaturen von 30 Grad und mehr auf die Frankfurterinnen und Frankfurter zu. Niederschläge sind seit Wochen ausgeblieben. In Sommern wie diesem wird deutlich, dass sich das Klima bereits spürbar verändert hat. 

Hitzewellen sind Stress für Menschen, Tiere und Pflanzen

„Noch gehen die Wetterprognosen für die nächste Woche weit auseinander. Aber wir müssen vermutlich von Temperaturen von 35 Grad und mehr ausgehen und dass über mehrere Tage hinweg. Es kann also eine ungewöhnlich heiße Hitzewelle kommen. Wetterlagen wie diese werden in Zukunft im Sommer häufiger werden. Wir müssen lernen, dass sie zu unserem Alltag gehören werden und uns darauf einstellen: Durch klimaangepasste Bauten, mit einer stärkeren Begrünung von Gebäuden und Plätzen und in akuten Hitzewellen auch durch unser Verhalten“, mahnt Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. „Manche freuen sich über Temperaturen wie im Süden, andere leiden darunter. Nicht nur Menschen – auch für viele Tiere und Pflanzen bedeutet Hitze Stress. Der Stadtwald leidet extrem. Viele Bäume sind bereits abgestorben.“

 

Für Hitze gibt es zwar keine allgemeingültige Definition, doch geht man in Deutschland bei Temperaturen von mehr als 32 Grad von einer starken Wärmebelastung und bei mehr als 38 Grad von einer extremen Wärmebelastung aus. Ältere Menschen, solche mit Vorerkrankungen und auch kleine Kinder gelten bei diesen Temperaturen als besonders gefährdet.

 

Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit

„Bitte unterschätzen Sie nicht die Auswirkungen von starker Hitze auf die Gesundheit. Der Schutz der Bürger:innen steht bei allen unseren Maßnahmen an erster Stelle“, sagt Gesundheitsdezernent Stefan Majer. So warnt das Gesundheitsamt Frankfurt bei Hitze besondere Bereiche wie Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Krankenhäuser vor. Die neuaufgelegte Broschüre „Hitze und Gesundheit“ gibt Hinweise, wie man sich an heißen Tagen richtig verhält.

Auf der Website und den Social Media-Kanälen des Gesundheitsamts bekommt man Hitze-Tipps, wie etwa mehr zu trinken, auf salzhaltige Lebensmittel zu setzen und sich in den besonders heißen Stunden des Tages, soweit dies möglich ist, in Innenräumen aufzuhalten. „Wir alle müssen lernen, mit steigenden Temperaturen besser umzugehen, unser Leben ein Stück weit anzupassen. Ein Blick auf das Verhalten unserer Nachbar:innen in Südeuropa kann dabei helfen. Wie sie tagsüber die Fenster und, wenn vorhanden, auch Läden oder Jalousien geschlossen zu halten verhindert einfach und effektiv, dass sich Räume unnötig aufheizen.“

Lüften sollte man nachts und in den frühen Morgenstunden, Sport ebenfalls am Morgen oder am Abend treiben. Wer viel draußen ist oder gar draußen arbeitet, sollte so oft wie möglich Schatten suchen und sich mit Hüten und langer Bekleidung vor der Sonne schützen. Eine kleine Abkühlung können ein kalter Wasserstrahl auf die Innenseite der Handgelenke, nasse Wickel oder kalte Fußbäder bringen.

Besonders auf obdachlose Menschen achten

Sozialdezernentin Elke Voitl appelliert an die Frankfurterinnen und Frankfurter angesichts der kommenden Extremwerte, aufeinander aufzupassen: „Wie bei Kälte im Winter bitte ich Sie auch bei starker Hitze im Sommer, vermehrt auf hilflose oder geschwächte Menschen im öffentlichen Raum zu achten. Unsere städtische Nummer für soziale Notlagen 069/212-70070 ist rund um die Uhr besetzt. Experten kümmern sich dann um die nächsten Schritte. Bei medizinischen Notsituationen rufen Sie die 112.“

Alle Beratungs- und Betreuungsangebote für Obdachlose im Auftrag der Stadt sind für die Hitzebelastung sensibilisiert. Sie verteilen in ihren Einrichtungen wie auch die Streetworker auf der Straße vermehrt Wasser. Generell versuchen die Sozialarbeiterinnen und -arbeiter derzeit, auf der Straße lebende Menschen zu überzeugen, sich tagsüber bei heißen Temperaturen in den Tagesstätten statt im Freien aufzuhalten. Auch dort werden sie mit Wasser und allem Nötigen versorgt.

Weitere Informationen zu den Themen Klimawandel und Gesundheit finden sich in den Broschüren des Gesundheits- und des Umweltamts „Hitze und Gesundheit“ und „Klimawandel und Gesundheit“, außerdem auf der Seite Extreme HitzeInternal Link.

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