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Jugendschöffinnen und Jugendschöffen gesucht

07.10.2022, 12:27 Uhr

Für die Amtsperiode 2024 bis 2028

Das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt sucht Interessierte für das Amt der Jugendschöffin und des Jugendschöffen. Bewerbungen sollten bis Donnerstag, 15. Dezember, im Jugend- und Sozialamt, Geschäftsstelle Amt 51 und Gremien 51.ALG, Eschersheimer Landstraße 241 - 249, 60320 Frankfurt am Main, vorliegen. Folgende Angaben werden benötigt: Name (Geburtsname), Vorname, Geburtstag und Geburtsort, Adresse, Beruf, eventuell Erfahrungen als Ehrenrichterin oder Ehrenrichter.
 
Die Bewerberinnen und Bewerber, die sich für die Wahl als Jugendschöffin oder Jugendschöffe interessieren, sollen erzieherisch befähigt und in der Jugenderziehung erfahren sein (§ 35 Abs. 2 Satz 2 Jugendgerichtsgesetz) und müssen folgende Voraussetzungen nach §§ 31 bis 34 Gerichtsverfassungsgesetz erfüllen:
 
1. die deutsche Staatsbürgerschaft,
2. Hauptwohnsitz in Frankfurt am Main,
3. Mindestalter 25 Jahre, Höchstalter 69 Jahre (zum 1. Januar 2023).
 
Es werden sowohl Jugendhauptschöffinnen und Jugendhauptschöffen, die jährlich in der Regel bis zu zehnmal zu Hauptverhandlungsterminen herangezogen werden, als auch Jugendhilfsschöffinnen und Jugendhilfsschöffen benötigt. Die Termine werden für die Jugendhauptschöffinnen und Jugendhauptschöffen jeweils für ein Jahr im Voraus bekannt gegeben. Jugendhilfsschöffinnen und Jugendhilfsschöffen werden kurzfristig benötigt, wenn eine Jugendhauptschöffin oder ein Jugendhauptschöffe ausfällt. Eine Befreiung von der Teilnahme an bestimmten Sitzungstagen ist nur möglich, wenn einer Teilnahme unabwendbare Umstände entgegenstehen oder die Teilnahme der Jugendschöffin oder dem Jugendschöffen nicht zugemutet werden kann.
 
Die durch die Teilnahme an den Verhandlungen entstehenden Auslagen (Fahrtkosten und Verdienstausfall) werden erstattet. Der Arbeitgeber der Jugendschöffin oder des Jugendschöffen ist verpflichtet, die Teilnahme an den Terminen zu ermöglichen. Es besteht ein gesetzlicher Unfallversicherungsschutz.
 
Jugendgerichtsverfahren finden gegen Straftäterinnen oder Straftäter statt, die zur Tatzeit 14 bis 20 Jahre alt sind. Hinzu kommen sogenannte Jugendschutzsachen. Hierbei handelt es sich um Verfahren gegen Erwachsene, denen Gewalt- oder Sexualdelikte gegen Kinder und Jugendliche vorgeworfen werden.

Jugendschöffinnen und Jugendschöffen werden sowohl für die Jugendstrafkammern des Landgerichtes als auch für das Jugendschöffengericht des Amtsgerichtes gewählt.

Jugendschöffinnen und Jugendschöffen haben in der Beratung das gleiche Stimmrecht wie Berufsrichterinnen und Berufsrichter und wirken an allen Entscheidungen, die innerhalb der Hauptverhandlung zu treffen sind, mit.

Die Jugendstrafkammer ist erstinstanzlich zuständig für sogenannte Schwurgerichtssachen (Fälle der vorsätzlichen Tötung) und für besonders umfangreiche Verfahren; weiterhin für Berufungsverfahren gegen Urteile der Jugendrichterin oder des Jugendrichters und Jugendschöffengerichts.

Eine Verhandlung beim Jugendschöffengericht findet statt, wenn die Verhängung einer Jugendstrafe zu erwarten ist. In der Praxis handelt es sich dabei vorwiegend um Straftaten wie Raub, gefährliche Körperverletzung, schweren Diebstahl sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.
 
Weitere Informationen können telefonisch unter 069/212-34141Internal Link oder 069/212-47452Internal Link sowie per E-Mail an Gremien.Amt51@stadt-frankfurt.deInternal Link erfragt werden.

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