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Umweltamt holt Gold: Behörde als fahrradfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet

13.11.2020, 14:18 Uhr

Peter Dommermuth, Amtsleiter des Umweltamtes, Torsten Willner vom ADFC bei der Zertifikats-Übergabe
Peter Dommermuth, Amtsleiter des Umweltamtes, Torsten Willner vom ADFC © Stadt FFM Umweltamt
Zugegeben: Das Fahrradfahren hat im Umweltamt schon seit jeher einen hohen Stellenwert. Alles andere wäre ja auch seltsam. Doch nun hat das Amt noch eine Schippe draufgelegt: Als erste Behörde der Stadtverwaltung hat es sich beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) für die Auszeichnung als „fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ zertifizieren lassen – und auf Anhieb die Plakette in Gold erhalten.

Dazu gab es Lob von höchster Stelle des ADFC: „Das Umweltamt fördert Radverkehr mit vielen verschiedenen Maßnahmen. Das bringt gleich mehrere Vorteile: Es stärkt die Mitarbeiterbindung sowie das Teamgefühl“, sagte Sara Tsudome, Projektleiterin beim ADFC-Bundesverband.

Nach einer ersten Analyse des Ist-Stands durch ADFC-Experten entwickelte das Umweltamt eine Reihe von Verbesserungen der Rad-Infrastruktur. So wurden unter anderem ein PKW-Stellplatz zugunsten eines weiteren Fahrrad-Abstellplatzes gestrichen, ein mobiler Werkstatt-Tag im Innenhof des Amtes organisiert und Radrouten vom Amt zu gängigen Zielen in der Stadt zusammengestellt.

Highlight ist freilich das neue Lastenrad, welches den Fuhrpark der Diensträder im Amt ergänzt. Dieses Lastenrad kann von den Mitarbeitenden des Amtes für Transporte oder Veranstaltungen genutzt werden. Damit verfügt das Umweltamt nun über zehn Dienstfahrräder – davon fünf E-Bikes – und zwei Lastenräder. Außerdem können Radlerinnen und Radler im Amt duschen und bei Bedarf Werkzeug für ihren Drahtesel ausleihen. 50 Abstellplätze stehen zur Verfügung, die Hälfte davon ist überdacht.

Als positiv bewerteten die ADFC-Tester außerdem die Kampagne „Stadtradeln“, die in Frankfurt vom Umweltamt organisiert wird. Auch bei der städtischen Kampagne „Mit dem Rad zur Arbeit“ macht das Amt mit. Insgesamt gaben die Prüfer des ADFC dem Umweltamt 213 von 282 möglichen Punkten, das reichte für die Auszeichnung in Gold.

„Die Zertifizierung als fahrradfreundlicher Arbeitgeber zeigt uns, dass wir bei diesem Thema auf dem richtigen Weg sind“, sagte Amtsleiter Peter Dommermuth. „Wir freuen uns natürlich sehr über die Auszeichnung in Gold, obwohl ich gerne zugebe, dass das auch unser Ziel war.“

Auch Umweltdezernentin Rosemarie Heilig freut sich über den Erfolg des Umweltamtes: „Es wäre schön, wenn dieser Erfolg Schule macht, weitere Ämter vom Umweltamt lernen und auch ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die nötige Rad-Infrastruktur bieten. Und wenn es anfangs nur ausreichend Fahrrad-Abstellplätze sind. Je besser wir als Stadt da werden, desto leichter fällt der Umstieg aufs Rad. Selbstverständlich gehört auch dazu, dass noch mehr Autospuren zu Radwegen werden. Das ist längst überfällig.“

Zum Hintergrund: Seit 2017 vergibt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) die EU-weite Zertifizierung „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“. Bisher wurden bundesweit 125 Unternehmen ausgezeichnet (15 in Hessen), in Frankfurt unter anderem Fraport und die Messe-Gesellschaft.

Weitere Informationen unter http://www.fahrradfreundlicher-arbeitgeber.deExternal Link  im Internet.
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