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Umgestaltung des Platzes an der Hauptwache

01.10.2021, 15:00 Uhr

Trichterförmiger Abgang wird nicht mit Deckel geschlossen

Visualisierung Hauptwache Draufsicht
Visualisierung Hauptwache Draufsicht © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stadtplanungsamt
Der Platz an der Hauptwache soll umgestaltet werden - ohne den großen trichterförmigen Abgang mit einem Deckel zu schließen. Verfolgt wird zunächst eine bestandsorientierte temporäre Lösung. Das hat der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main am Freitag, 1. Oktober, beschlossen.
 
„Die Hauptwache zählt zu den wichtigsten zentralen Orten in der Frankfurter Innenstadt, das gilt sowohl für die unterirdische Verkehrsstation wie für den oberirdischen Platz“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Beides muss dringend saniert und an die heutigen Bedürfnisse angepasst werden. Da die Sanierung der Verkehrsstation aber nicht vor dem Jahr 2030 abgeschlossen sein wird, wollen wir nicht länger darauf warten und mit einer temporären Platzgestaltung loslegen. Wir wollen die Qualitäten der Platzanlage wieder besser nutzbar zu machen und sie zu einem attraktiven Aufenthaltsbereich umgestalten.“
 
„Die vorhandene Öffnung soll beibehalten und zu einer städtischen Bühne mit Aufenthaltsqualität und besonderem Charakter werden“, erläutert Planungsdezernent Mike Josef. „Um diese tieferliegende Ebene herum ist eine Platzgestaltung möglich, die die verschiedenen Anforderungen aufgreift. Mit Bäumen, Pflanzflächen, Sitzgelegenheiten und Beschattungselementen. Hier kann ein einmaliger, unverwechselbarer Ort in der Frankfurter Innenstadt entstehen.“  

Visualisierung Hauptwache Arena
Visualisierung Hauptwache Arena © Stadt Frankfurt am Main, Foto: Stadtplanungsamt
Diese Ansicht teilt Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst: „Die Umgestaltung, in die wir verschiedene Akteure auch aus der Wirtschaft miteinbeziehen wollen, und die Steigerung der Aufenthaltsqualität sind ein wichtiges Signal an Handel und Gastronomie – insbesondere vor dem Hintergrund des Pandemie-Jahres 2020 ist eine zeitnahe Aufwertung sehr begrüßenswert.“

Mit dem neuen Museum of Modern Electronic Music (MOMEM) erhält die Zwischenebene einen kulturellen Anziehungspunkt – die neu gebildete Koalition will das Museum bei den Planungen mit einbeziehen.
 
Der Magistrat hat nun den Grundsatzbeschluss aus dem Jahr 2010 aufgehoben. Der Bau eines Deckels über der tieferliegenden Ebene wird damit nicht weiterverfolgt. Denn für einen solchen Deckel haben sich nun geschätzte Kosten zwischen circa 77 und 234 Millionen Euro ergeben. Die Kosten für die Sanierung der technischen Gebäudeausrüstung des unterirdischen Bauwerks sind darin nicht berücksichtigt; sie wurden 2018 auf circa 70 Millionen Euro geschätzt. Im Zusammenhang mit der Sanierung der technischen Infrastruktur der B-Ebene sollen auch Potentiale für gestalterische und funktionale Verbesserungen einschließlich einer teilweisen Neuordnung geprüft werden.
 
Eine Konzeptstudie des Stadtplanungsamtes hat ergeben, dass auch eine bestandsnahe Umgestaltung – ohne den Bau eines Deckels – eine qualitätvolle, Platzanlage mit differenzierten Nutzungsangeboten und hoher Aufenthaltsqualität entstehen lassen kann. Diese Studie legt lediglich Eckpunkte zur Umgestaltung der Platzanlage fest. Nun soll ein Konzept für temporäre Veränderungen erstellt werden; die dafür notwendigen Planungsmittel von 180.000 Euro stehen zur Verfügung.
 
Die Magistratsvorlage geht nun zur Beratung und Beschlussfassung in die Gremien der Stadtverordnetenversammlung.
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