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Straßenbau im Sommer: Stadt nimmt Goethestraße in Angriff

07.07.2021, 15:58 Uhr

Radverkehr: Markierte Schutzstreifen am Mainkai, erste Schritte im Oeder Weg

Im Sommer ist es zumeist trocken und warm. Das sind gute Bedingungen für den Straßenbau. Hinzu kommt, dass das Verkehrsaufkommen in den Sommerferien in der Stadt geringer ist. Deshalb hat auch in diesem Jahr das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) neben den laufenden Projekten rund 20 weitere Baumaßnahmen angesetzt. Was genau gemacht wird, darüber informierten das Verkehrsdezernat und das ASE in einer gemeinsamen Pressekonferenz am Mittwoch, 7. Juli.

Die meisten Maßnahmen sind klassische Fahrbahnsanierungen. Im Jahr 2021 steht dabei die Innenstadt im Fokus: So wird die Fahrbahn der Goethestraße als zentrale Einkaufsmeile saniert. „Die Goethestraße ist eine Fahrradstraße. Wir ersetzen das alte Betonsteinpflaster durch eine hellgrau eingefärbte Asphaltdeckschicht. Damit setzen wir nicht nur gestalterisch und klimatisch Akzente, sondern verbessern den Fahrkomfort für den Radverkehr“, erläutert Verkehrsdezernent Klaus Oesterling. ASE-Leiterin Michaela Kraft ergänzt: „Die Arbeiten nehmen die gesamten hessischen Sommerferien in Anspruch. Wir haben die Maßnahme aber in drei Abschnitte eingeteilt, damit der Handel möglichst wenig beeinträchtigt wird.“

 

Apropos Radverkehr: Am Mainkai wird in den Sommerferien der Verkehr neu geordnet. Das bedeutet: In beide Fahrtrichtungen wird zwischen Untermainanlage und Alte Brücke jeweils ein roter Schutzstreifen für den Radverkehr markiert, für den motorisierten Verkehr steht dann künftig jeweils eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung. „Damit schaffen wir eine Verbindungslinie zur Schönen Aussicht und entlasten den Geh- und Radweg am nördlichen Mainufer“, sagt Stadtrat Oesterling.

Vorbereitende Schritte im Oeder Weg

 

Der Oeder Weg im Nordend wird langfristig fahrradfreundlich umgestaltet. Als vorbereitende Maßnahme saniert das ASE seit einigen Tagen zielgerichtet einige Stellen auf der Fahrbahn. „Im Anschluss folgen die ersten Anpassungen und Markierungen, um den Radverkehr im Sinne des Stadtverordnetenbeschlusses zur Fahrradstadt Frankfurt zu stärken“, sagt der Dezernent.

Fußgänger werden sich über die Maßnahmen an Haupt- und Konstablerwache freuen: Die Stadt lässt an beiden zentralen Plätzen Treppenstufen und Bodenplatten je nach Erfordernis erneuern, so auch rund um den Struwwelpeter-Brunnen. „Gerade im Sommer werden die Treppenstufen in der Innenstadt auch viel dazu genutzt, um sich kurz hinzusetzen und eine Kleinigkeit zu essen. Es ist gut, wenn wir am Ball bleiben und diese Bereiche in Schuss halten“, ergänzt Oesterling.

Blick in den Westen: Die Königsteiner, Teil 6

 

Die umfassende grundhafte Erneuerung der Königsteiner Straße im Westen geht in eine neue Runde: So steht nun der Kreuzungsbereich auf Höhe Gebeschussstraße/Hospitalstraße auf dem Arbeitsplan sowie auf Höhe der Hausnummern 40 bis 60. Seit mittlerweile sechs Jahren nimmt sich die Stadt jeweils einen Bauabschnitt vor. Die Fertigstellung der Arbeiten, bei denen auch die Voraussetzungen für den Fuß- und Radverkehr maßgeblich verbessert werden, ist über die Ferien hinaus im September vorgesehen. Im kommenden Jahr folgt dann der finale Abschnitt auf der „Kö“.

Mit Blick Richtung Norden nimmt die Stadt die obere Kirchhainer Straße in Eschersheim in Angriff und erneuert die Fahrbahn von Grund auf. Auch in diesem Fall laufen die Bauarbeiten bereits, ein Abschluss ist im Laufe der Sommerferien geplant.

Im Brückenbau ist wohl schwerer von einer klassischen Sommerbaustelle die Rede, aber auch hier stehen fortlaufend Sanierungsarbeiten an Bestandsbauwerken an. So wurden bis vor kurzem die Gehwegbeläge auf Friedens- und Leunabrücke ausgetauscht und Beschichtungen aufgetragen. Der Umbau der Stufenrampen auf der Fußgängerbrücke an der BG-Unfallklinik ist ebenfalls mittlerweile abgeschlossen und sorgt mit einer gleichermaßen ebenen und griffigen Oberfläche für besseren Komfort.

Mit kleineren Sanierungsschritten kommen die städtischen Mitarbeiter an der Niddabrücke am Hausener Weg allerdings nicht mehr weiter. Die Brücke ist in einem schlechten Zustand, ein Neubau erforderlich. Kurz nach den Sommerferien werden die Arbeiten losgehen. „Die Fuß- und Radwegbrücke bleibt während der Bauarbeiten aber provisorisch in Betrieb, damit weiterhin eine Verbindung zwischen Rödelheim und Hausen sichergestellt ist“, sagt Amtsleiterin Kraft.

Zahlen, Daten, Fakten

 

Das Frankfurter Straßennetz ist 1.457 Kilometer lang. Das ASE kümmert sich um eine Straßenfläche von knapp 22 Millionen Quadratmetern. Der – zumindest bilanzielle – Wert der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze liegt bei rund 549 Millionen Euro, hinzu kommen Brücken, Tunnel und weitere konstruktive Ingenieurbauwerke: Diese haben einen Bilanz-Vermögenswert von knapp 234 Millionen Euro.

Weitere Informationen finden sich in dem beigefügten PDF.

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