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Stadt lässt Winter-Angebot für Obdachlose im Sommer offen

08.04.2022, 13:19 Uhr

Die Winterunterkunft Eschenheimer Tor soll auch im Sommer geöffnet bleiben, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Jan Hassenpflug
Die Winterunterkunft Eschenheimer Tor soll auch im Sommer geöffnet bleiben © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Jan Hassenpflug

„Sozialdezernentin Voitl: Wir kümmern uns um alle Hilfsbedürftigen“

Die eigentlich saisonal begrenzte Winterhilfe für Obdachlose bleibt in Frankfurt in diesem Jahr auch über den Sommer geöffnet. Gründe sind unter anderem die stetige Nachfrage nach dem Angebot und die Belastung der auf der Straße lebenden Menschen durch die Corona-Pandemie.

„Alle Menschen, die in Not geraten sind, haben Anspruch auf unsere Unterstützung. Das gilt selbstverständlich auch für die Menschen in unserer Stadt, die obdachlos leben“, sagt Sozialdezernentin Elke Voitl. Auch wenn sich manche angesichts der hohen Zahlen an ukrainischen Geflüchteten fragten, ob die Stadt ihre sozialen Angebote weiter aufrechterhalten könne und werde, versichert die Sozialdezernentin: „Eins ist sicher: In Frankfurt behalten wir alle Menschen im Blick, die Hilfe brauchen. Auch wenn manche Gruppen aufgrund aktueller Ereignisse derzeit mehr im Fokus der Öffentlichkeit stehen als andere.“

Grundsätzlich gibt es in Frankfurt ein flexibles und mehrstufiges Hilfesystem für Obdachlose. Kein Mensch muss auf der Straße schlafen. Doch nicht alle Obdachlose wollen oder können diese Angebote auch annehmen, sie leben im öffentlichen Raum. Um sie kümmern sich unter anderem die Straßensozialarbeit und der Kältebus. In der kalten Jahreszeit steht ihnen zudem die Übernachtungsstätte B-Ebene am Eschenheimer Tor offen. In diesem sehr niederschwelligen Übernachtungsangebot schlafen täglich bis zu 150 Menschen.

Nun hat das Sozialdezernat beschlossen, die Notunterkunft das ganze Jahr über aufrechtzuerhalten. Die Menschen finden dort einen sicheren Platz zum Übernachten, eine Grundversorgung und bei Bedarf weitere Informationen und Angebote zu städtischen Hilfen. 

„Die Aufnahme der ukrainischen Geflüchteten ist eine neue große Aufgabe, die auf uns zugekommen ist. Was wir jetzt in unserer Stadtgesellschaft brauchen, ist Solidarität mit allem Menschen, die in Not geraten sind – seien es Geflüchtete aus der Ukraine oder anderen Ländern, seien es Menschen, die schon länger obdachlos sind und denen es aus vielerlei Gründen schwerfällt, wieder Tritt zu fassen. Frankfurt hat das Zeug dazu, allen in Not Geratenen zu helfen. Und das tun wir auch.“

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