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Regenbogenparlament tagt erstmals in Frankfurt

05.09.2022, 16:21 Uhr

Club La Gata
Club La Gata © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Maik Reuß

VHS kooperiert mit Lesben- und Schwulenverband Deutschland

Am Dienstag, 20. September, findet von 9.30 bis 16.30 Uhr in der Volkshochschule das 6. bundesweite Regenbogenparlament statt, welches jährlich vom Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) im Rahmen des Kompetenznetzwerks „Selbst.verständlich Vielfalt“ des Bundesprogramms „Demokratie leben“ organisiert wird In diesem Jahr steht das Thema „Diskriminierungsarme Räume in der Jugendarbeit“ im Fokus des Forums.

Nicht nur Erwachsene erleben Ausgrenzung und Diskriminierung, sondern auch Kinder und Jugendliche. Ihre Erfahrungen, Chancen und Identitäten sind abhängig von vielen Faktoren: sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität, Hautfarbe, Alter, Religion, –auch sozialer –  Herkunft, ob sie sich mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren oder nicht. In der Jugend probieren sich Menschen in unterschiedlichen sozialen Rollen und Räumen aus. Neben der Schule und den sozialen Medien sind auch die Angebote der Jugendarbeit Teil des Sozialraums junger Menschen. Diese Orte prägen das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig können sie auch Räume sein, in denen junge Menschen Ausgrenzung und Diskriminierung erfahren.

Bildungsdezernentin Sylvia Weber sagt: „Dass das 6. Regenbogenparlament mit diesem wichtigen Thema zu Gast in Frankfurt ist, freut mich sehr und gibt uns Rückenwind für unsere Maßnahmen, mit denen wir schon heute die Diversitätskompetenzen unserer pädagogischen Fachkräfte stärken. In heterogenen Gesellschaften und Schulgemeinden müssen Pädagog:innen nicht nur in Kita und Schulunterricht für einen diskriminierungsbewussten Umgang sensibilisiert werden, sondern auch bei den Angeboten der Jugendhilfe in der Schule. Denn Jugendliche sollen sich ausprobieren können, und das in einem möglichst sicheren Rahmen.“

Clara Clasen aus dem LSVD-Projekt im Kompetenznetzwerk „Selbst.verständlich Vielfalt“ ergänzt: „Am Weltkindertag wollen wir darüber diskutieren, wie eine diskriminierungskritische Jugendarbeit die vielfältigen Identitäten und Bedarfe von jungen Menschen berücksichtigen kann. Welche Rolle spielen Sprache und Mehrfachdiskriminierung und wie kann ein diskriminierungsarmer Raum geschaffen werden? Was sind umsetzbare und niederschwellige Methodenansätze, die sich Fachkräfte zunutze machen können? Auf die Teilnehmenden wartet ein spannendes Programm mit Raum zur Evaluation, Partizipation und Vernetzung. Wir sind froh, dass wir neben Mirrianne Mahn – Freie Referentin für Diversitätsentwicklung –  auch die Bildungsstätte Anne Frank, das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung, die Landesfachstelle ‚Queere Jugendarbeit‘ beim Hessischen Jugendring, Roots & Routes Cologne und die Berliner Fachstelle Queere Bildung für Workshops und Vorträge gewinnen konnten.“

Zur Online-Anmeldung geht es unter selbstverstaendlich-vielfalt.deExternal Link.

Zusätzlicher Tipp

Am Vorabend des Regenbogenparlaments bietet die VHS zum zweiten Mal das queere Bar-Hopping mit Josefine Liebing an. Mit einem Rundgang durch das queere Barleben in Frankfurt erlangt man mit VHS Einblicke in die Orte und Strukturen der LGBTIAQ*-Community in Frankfurt. Dabei sind die Szenebars mehr als nur Freizeitorte für viele Menschen aus der Community, es sind „Safe Spaces“ – Orte, um offen zu leben und zu sprechen, sich zu informieren, Akzeptanz und Unterstützung zu finden und natürlich auch gemeinsam zu feiern. Die Geschichte der Bars ist eng geknüpft an die bewegende Emanzipationsgeschichte der Community in Deutschland und weltweit.

 „Das Regenbogenparlament und das queere Bar-Hopping ergänzen sich hervorragend und erweitern das Angebot des neu gegründeten VHS-Angebotsbereich ‚Diversitätskompetenz und rassismuskritische Bildung‘, der als Teil des Fachbereichs Sozialer Zusammenhalt ein Bewusstsein für diskriminierende Strukturen schaffen soll und gleichzeitig dazu einlädt, die Vielfalt unserer Stadt zu entdecken“, betont Danijel Dejanovic, Leiter der Volkshochschule.

Treffpunkt ist der Nachtclub La Gata. Es geht am Montag, 19. September, um 18.30 Uhr los. Auf der Website der VHSExternal Link können sich Interessierte unter der Kursnummer 0107-02 anmelden. Das Teilnehmerentgelt beträgt 12 Euro einschließlich eines Freigetränks. Direkt geht es zu dem Angebot unter VHS: Queeres Bar-HoppingExternal Link.

Eine Anmeldung ist auch über das Servicetelefon unter oder per E-Mail mit Angabe der Kursnummer an vhs@frankfurt.deInternal Link möglich.

Inhaltliche Fragen beantwortet Franziska Fandrich per E-Mail an franziska.fandrich.vhs@stadt-frankfurt.deInternal Link, Telefon 069/212-71072Internal Link.

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