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Neuer KoGI-Ausbildungslehrgang hat begonnen

06.05.2022, 15:57 Uhr

Gruppenbild der neuen KoGi-Lotsen, Foto: Gesundheitsamt
Gruppenbild der neuen KoGi-Lotsen © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Gesundheitsamt

35 Menschen mit Migrationsgeschichte lassen sich zu Gesundheitslotsinnen und -lotsen ausbilden

Am Dienstag, 3. Mai, fand die Auftaktveranstaltung des neuen KoGi-Ausbildungslehrgangs – KoGi steht für Kommunale Gesundheitsinitiativen interkulturell – im Elementarbereich am Mehrgenerationenhaus Frankfurt, Kinder im Zentrum Gallus, statt. 35 Personen mit Migrationsgeschichte verschiedener Herkunft, darunter Marokko, Afghanistan, Türkei, Iran, Ukraine, Japan, wollen sich ehrenamtlich in der Stadt Frankfurt engagieren und zum oder zur Gesundheitslotsen/Gesundheitslotsin im Krippe-/Kita- und Grundschulbereich ausbilden lassen.

„Wir sind glücklich, dass sich fast 60 Personen für die Ausbildung beworben haben, obwohl wir letztlich dieses Jahr nur 35 Ausbildungsplätze anbieten konnten. Das zeigt jedoch die große Resonanz dieses Projektes in der Öffentlichkeit“, erläutert Sophia Stenzel, die Projektkoordinatorin im Mehrgenerationenhaus.

Die Kommunalen Gesundheitsinitiativen interkulturell am Gesundheitsamt Frankfurt bestehen bereits seit über zehn Jahren und im Jahr 2013 wurden erstmalig Gesundheitslotsinnen und -lotsen ausgebildet. Das Projekt hat sich seitdem weiterentwickelt und Gesundheitslotsinnen und -lotsen werden heute gezielt für bestimmte Zielgruppen und Lebenswelten ausgebildet, daher hat das Projekt jetzt drei verschiedene Bereiche: generalistischer Bereich, Gemeinschaftsunterkünfte und Elementarbereich.

Schon im Vorjahr konnten unter erschwerten Bedingungen infolge der Corona-Pandemie 30 Lotsinnen und Lotsen erfolgreich im Elementarbereich ausgebildet werden und sind seitdem in Krippen, Kitas, Horten und Grundschulen zur interkulturellen Gesundheitsaufklärung unterwegs.
Das Projekt im Elementarbereich wird gefördert mit Mitteln im Rahmen des Präventionsgesetzes zu zielgruppenspezifischen Interventionen durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für vier Jahre und in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Gallus (Kinder im Zentrum Gallus) durchgeführt. „Hierdurch erhalten wir die notwendige finanzielle Unterstützung für die Erweiterung eines bereits etablierten Konzeptes um eine bedeutende Zielgruppe – die Stärkung der Gesundheitskompetenz von Eltern mit Kindern im Alter von null bis zehn Jahren. Die Gesundheitslotsinnen und -lotsen leisten einen wertvollen Beitrag zur Herstellung und Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit von Kindern in der Stadt Frankfurt am Main“, sagt Projektleiterin Manuela Schade vom Gesundheitsamt.

In der Auftaktveranstaltung lernten sich die Lotsinnen und Lotsen untereinander intensiv kennen, bevor am Donnerstag, 5. Mai, das erste Modul zu Covid-19 und Impfungen stattfindet. An weiteren 15 Terminen werden wichtige Inhalte vermittelt, die für ein gesundes Aufwachsen von Bedeutung sind, etwa Ernährung, Bewegung, Zahngesundheit, Medienkompetenz, Kinderrechte, seelische Gesundheit, Gewalt, Schuleingangsuntersuchungen, Sprachkompetenz und dergleichen.

Die angehenden Lotsinnen und Lotsen sind hoch motiviert und die meisten treibt an, sich freiwillig zu engagieren und anderen Menschen zu helfen. So sagt eine angehende Lotsin zu ihrer Motivation: „Gesundheitliches Wissen auf Augenhöhe zu vermitteln, bedeutet mir sehr viel, da ich mich bereits sozial engagiere und die Schwierigkeiten der Zielgruppe im Zusammenhang mit Gesundheit kenne.“
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