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Nachwuchs bei den Fingertieren

25.11.2021, 12:30 Uhr

Fingertiernachwuchs im Zoo Frankfurt
Fingertiernachwuchs im Zoo Frankfurt © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Zoo Frankfurt
Am 26. Oktober wurde im Grzimekhaus im Frankfurter ZooExternal Link ein Fingertier geboren. Das ist gut so, denn jeder Fingertier-Nachwuchs ist wertvoll für den Erhalt der hochbedrohten Primatenart.
Fingertiere, auch Aye-Aye genannt, sehen aus wie Fabelwesen mit ihren markanten Augen, dem buschigen Schwanz und dem dünnen Mittelfinger mit der langen Kralle, der ihnen als Werkzeug bei der Futtersuche dient.
 
„Eine Fingertier-Geburt ist immer eine Sensation“, sagt Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig. „Die nachtaktiven Tiere werden in Zoos nur selten gehalten. Wir Frankfurter können stolz auf unser Nachttierhaus sein, denn 2010 kam hier erstmals in Deutschland überhaupt ein Aye-Aye zur Welt“, fügt die Stadträtin hinzu.
 
Weibchen Kintana, 2005 im Zoo von Bristol in England geboren, lebt seit 2007 in Frankfurt und ist eine erfahrene Mutter. „Aye-Ayes haben eine ausgesprochen geringe Fortpflanzungsrate. Nach einer Tragzeit von gut fünf Monaten bringt ein Fingertier-Weibchen stets nur ein Junges zur Welt. Die Geburtsintervalle betragen bei ihnen zwei Jahre. Umso wichtiger ist es, dass sich der Nachwuchs gut entwickelt. Um das zu überprüfen, wird das Jungtier regelmäßig gewogen. Daher wissen wir auch, dass es sich um ein Männchen handelt“, erklärt Zoo-Kurator Johannes Köhler.
 
Im Frankfurter Zoo leben zurzeit vier Fingertiere: Kintana und ihr jüngster Nachwuchs, ihr Sohn Kimala, geboren 2011, und Vinny, geboren ebenfalls 2011 im San Francisco Zoological Garden. Kintanas Jungtier hält sich noch in seiner Kinderstube, der Wurfbox, auf und es wird noch eine Weile dauern, bis es beginnt, die Anlage zu erkunden.
 
Fingertiere gehören zu den Lemuren. Die Art kommt ausschließlich auf Madagaskar vor und gilt laut Roter Liste aufgrund von Lebensraumverlust als „stark gefährdet“. Die massive Waldzerstörung sowie eine extreme Dürre im Süden der Insel bedrohen aber nicht nur die Aye-Ayes, sondern die einzigartige Biodiversität Madagaskars insgesamt und damit auch die Lebensgrundlage der Bewohnerinnen und Bewohner.
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