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Mehr Partizipation für junge Menschen

14.10.2020, 12:30 Uhr

Magnus Welkerling, Ana Vazquez und Julien Chamboncel mit OB Peter Feldmann, Foto Rainer Rüffer
Magnus Welkerling, Ana Vazquez und Julien Chamboncel mit OB Peter Feldmann © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Rainer Rüffer

Oberbürgermeister Feldmann empfängt Vertreter des Stadtschülerrats und des Frankfurter Jugendrings

Oberbürgermeister Peter Feldmann hat am Dienstag, 13. Oktober, Vertreter des Stadtschülerrats und des Frankfurter Jugendrings im Römer begrüßt. Zentrales Thema des Gesprächs war die politische Beteiligung Jugendlicher und die Gründung eines Jugendparlaments, die das Stadtoberhaupt mit den stellvertretenden Stadtschulsprechern Ana Vazquez und Magnus Welkerling sowie Julien Chamboncel und Kristof Schütt vom Frankfurter Jugendring diskutierte.

„Ich habe größten Respekt vor eurer Arbeit“, begrüßte Feldmann seine Gäste, „und natürlich möchte ich, soweit es möglich ist, meine Unterstützung anbieten, zum Beispiel bei Räumlichkeiten wie der Paulskirche. Ich war selbst einmal Stadtschulsprecher und euer Engagement ist auch für mich eine Herzensangelegenheit.“

Das Stadtoberhaupt nutzte die Chance, den Vertretern von Stadtschülerrat und Jugendring detaillierte Fragen zu ihren aktuellen Vorhaben zu stellen. Zentral war dabei die Frage, wie junge Menschen zu mehr Partizipation bewegt werden können. Der stellvertretende Stadtschulsprecher Magnus Welkerling erklärte die Vorgehensweise: „Partizipation muss gelebt werden. Wir haben uns gefragt, in welchen Lebensräumen sich junge Menschen aufhalten, wo wir sie erreichen können, und wo sie sich beteiligen können. Das ist in ihrem eigenen Stadtteil, im Internet und natürlich in den Schulen.“ Jugendring-Vorstand Julien Chamboncel ergänzte: „In diesem Rahmen haben wir uns auch mit der Möglichkeit einer ständigen Jugendvertretung im Magistrat auseinandergesetzt. Gerade während der Corona-Krise wurde viel im Magistrat statt in der Stadtverordnetenversammlung entschieden. Laut Hessischer Gemeindeordnung wäre eine solche Vertretung durchaus möglich.“

Feldmann empfahl den Schülervertretern, sich gezielt mit den Parteien in Verbindung zu setzen, aber auch den Fokus auf die Schulebene nicht aus den Augen zu verlieren: „Ich finde, es geht nicht, dass Schulleitungen entscheiden, wie Schulsprecherwahlen ablaufen, und dass bei Schulkonferenzen keine Parität herrscht. Und auch, dass die Jugend im Stadtparlament keine Vertretung hat, passt nicht in unsere Zeit. Deswegen möchte ich euch mitgeben: fordert verbindliche Erklärungen!“

Viele Projekte und Workshops der engagierten Jugendlichen mussten in diesem Jahr aufgrund der Pandemie gestrichen werden. Feldmann betonte die Wichtigkeit der Arbeit seiner Gäste: „Jugendbeteiligung soll nicht durch Corona erdrückt werden.“ Für die Zukunft wünscht er sich eine enge Vernetzung zwischen Stadtschülerrat, Jugendring und der Stadt Frankfurt: „Mir ist es wichtig, dass unsere Zusammenarbeit eine kontinuierliche Struktur bekommt, dass wir uns einmal im Quartal darüber austauschen, an welchen Stellen die Stadt mitarbeiten und unterstützen kann.“


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