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„Wenn nur der Vater Jude ist…“ – was dann?

25.11.2021, 12:30 Uhr

Matinée im Haus am Dom am Sonntag, 28. November, von 11 bis 16 Uhr
 
Dem jüdischen Religionsgesetz zufolge wird Jüdischsein allein über die Mutter weitergegeben. Wie nehmen also Menschen ihre Herkunft und sich selbst war, wenn nur der Vater Jude ist? Wie sensibel und explosiv diese Frage sein kann, konnte in den letzten Monaten ansatzweise in den Feuilletons beobachtet werden. Die Matinée, die das Jüdische Museum Frankfurt gemeinsam mit dem Haus am Dom, der Bildungsstätte Anne Frank und einem ehrenamtlichen Initiativkreis um Sarah Wohl und die Schwestern Ionka und Judith Senger durchführt, möchte den Fokus der Debatte verschieben. Die Veranstaltung verleiht Menschen unterschiedlicher Generationen und kultureller Hintergründe mit jüdischen Vätern und nicht-jüdischen Müttern das Wort und eröffnet einen Gesprächsraum über vielfältige Erfahrungen und Reflexionen über hybride Zugehörigkeiten.
 
Zu Beginn der Matinée begrüßen die Direktorin des Jüdischen Museums Mirjam Wenzel und die Soziologin Ionka Senger. Sodann folgt eine musikalische Lesung aus dem soeben erschienenen Buch „Väter unser…- Vaterjüdische Geschichten“, das sich dem persönlichen (Er-) Leben von Vaterjüdinnen und -juden widmet. Neben den Herausgeberinnen Ruth Zeifert (Soziologin, München), Regula Weil (Lehrerin, Biel/Bienne) und Ionka Senger tragen mehrere Frankfurterinnen persönliche Anekdoten aus dem Buch vor.
 
Das anschließende Podiumsgespräch „Postsowjetisches Jüdischsein und Patrilinearität“ verbindet künstlerische Reflexionen mit gesellschaftspolitischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzungen und setzt die МЫteinander -Reihe des Jüdischen Museums Frankfurt fort. Das Gespräch widmet sich der paradoxen Situation von Menschen, die in den ehemaligen GUS-Staaten als jüdisch galten, nach der Einwanderung nach Deutschland aber von den jüdischen Gemeinden nicht als solche anerkennt wurden.
 
Über diese Erfahrung sprechen Robert Schulzmann (Filmemacher, Berlin), Hanna Veiler (Vizepräsidentin JSUD, Stuttgart) und Sandra Anusiewicz-Baer (Koordinatorin des Zacharias Frankel College, Berlin). Die Moderation übernimmt Alina Gromova (wissenschaftliche Mitarbeiterin, Jüdisches Museum Berlin).
 
Besucherinnen und Besucher der Veranstaltung sind eingeladen, sich an den Gesprächen mit Fragen zu beteiligen, das Thema in weiterführenden Publikationen an einem Büchertisch und in persönlichen Gesprächen während der Mittagspause zu vertiefen. Für die Teilnahme ist eine Platzreservierung per Mail an hausamdom@bistumlimburg.deInternal Link erforderlich. Die Plätze sind pandemiebedingt begrenzt. Der Eintritt ist frei. Das Podiumsgespräch am Nachmittag wird zudem live auf dem  gestreamt.








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