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Masterplan Kreativwirtschaft für Frankfurt vorgestellt

02.03.2021, 16:33 Uhr

Wirtschaftsdezernent Frank und Wirtschaftsförderung stellen zusammen mit Autoren von der FUAS, dem Zukunftsinstitut und dem Zurich Centre for Creative Economies den Masterplan Kreativwirtschaft Frankfurt 2021-2026 vor

In einer digitalen Präsentation hat Stadtrat Markus Frank am Dienstag, 2. März, gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Frankfurt und den beteiligten Autorinnen und Autoren Janna Hohn und Swen Schneider, Frankfurt University of Applied Sciences, Frédéric Martel und Claudio Bucher, Zurich Centre for Creative Economies (ZCCE), Züricher Hochschule der Künste (ZHdK) und Olaf Meier, Zukunftsinstitut Frankfurt den Masterplan Kreativwirtschaft Frankfurt 2021-2026 vorgestellt.

 

Die Stadt Frankfurt hat sich zum Ziel gesetzt, den Kreativstandort weiter zu stärken und das Potenzial, das der Standort im Bereich der Kreativschaffenden zu bieten hat, auszubauen. Alle Akteure, die am Masterplan mitgewirkt haben, haben ihre fachliche und internationale Expertise bei den komplexen Themen des Masterplans mit eingebracht. Dabei wurden drei zentrale Handlungsfelder für die Entwicklung von Frankfurt als Creative City herausgearbeitet: Resilienz, Raum/Creative Space und Vernetzung.

 

Wirtschaftsdezernent Frank zeigte sich begeistert über die vielfältigen Ideen und Ansätze des Masterplans: „Mit dem vorliegenden Masterplan und mit Blick auf die Entwicklungen der letzten Jahre will die Stadt eines zeigen: Kreativwirtschaft kann als Zukunftsbranche ein wertvoller Wegweiser aus der Krise sein. In all ihren Facetten zahlt sie wesentlich auf den Erfolg des Wirtschaftsstandortes ein. Von daher brauchen wir die Kreativen und die Kreativen brauchen unsere Wertschätzung und Unterstützung, damit Stadt, Wirtschaft und Gesellschaft mit Innovationen und neuen Formaten – offline wie online – fit für die kommenden Jahrzehnte sind.“ Frank fügte hinzu: „Die Stadt Frankfurt am Main wird ihren Teil dazu beitragen, um die Kreativwirtschaft nach Kräften zu unterstützen und zu fördern. Ich lade alle Akteure der Branche ein, auch Teil dieses Gestaltungsprozesses zu sein für Frankfurt am Main. Creative City.“

 

Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, sagte: „Wir freuen uns, dass der Masterplan neben den drei zentralen Handlungsfeldern auch wichtige Meilensteine der Erfolgsgeschichte der Frankfurter Kultur- und Kreativwirtschaft darstellt, wie zum Beispiel der LEA – Live Entertainment Award, die ADC Night of Honour, der DDC mit seinem Wettbewerb oder die Frankfurt Art Experience, um nur einige wenige aus der Branche zu nennen. Auch die ‚Daten & Fakten der Kreativwirtschaft Frankfurt am Main‘ im Masterplan belegen, Frankfurt ist das kreativwirtschaftliche Zentrum Hessens“.

 

Olaf Meier vom Zukunftsinstitut Frankfurt sagte: „Die Klimakrise und aktuell die Covid-19-Krise stellen Wirtschaft und Gesellschaft vor ungeahnte Herausforderungen. Für deren Bewältigung ist Kreativität unerlässlich. Standorte mit einer starken Kreativwirtschaft haben daher in Krisenzeiten enorme Vorteile: Sie sind nicht nur besser aufgestellt, um große und kleine Krisen zu bewältigen, sie verfügen auch über effizientere Möglichkeiten, aus ihnen neues Potenzial zu schöpfen“. Meier weiter: „Kreativität ist die maßgebliche Kulturtechnik, die Menschen – und das heißt auch der Wirtschaft und Gesellschaft – hilft, aus krisenhaften Situationen Neues zu entwickeln“.

Das Handlungsfeld Raum/Creative Space nimmt einen großen Teil des Masterplans ein. Hohn, Professorin für Städtebau und Entwerfen erklärte: „Für den Erfolg der Kreativwirtschaft in Frankfurt müssen vorhandene städtische Kreativräume gesichert und gestärkt werden sowie Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit neue Möglichkeitsräume für Kreativschaffende entstehen können. Wir sollten die Kreativwirtschaft gezielt als Impulsgeber für die Neuprogrammierung, Durchmischung und Belebung unserer Stadt einsetzen!“

Swen Schneider sagte: „Hier am Standort sind in den Bereichen Kunst, Produktion und Entwicklung, Medien und Design die unterschiedlichsten kreativen Köpfe in verschiedenen Konstellationen am Werk: als Soloselbstständige, freie Gruppen oder Start-ups, als Mitarbeiter von Konzernen und Unternehmen, als Mitglieder in Verbänden, Vereinen, Initiativen. Nimmt man die renommierten Hochschulen und Forschungsinstitute der Region mit ihren innovativen Zukunftsprojekten hinzu, dann eröffnen sich außergewöhnliche Konstellationen aus Akteuren und Stakeholdern, die Großes bewirken können.“

Der Masterplan liefert fundierte Hintergründe und Zusammenhänge zwischen Creative Economy, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklung ebenso wie zur Stadtentwicklung und Zukunftsfähigkeit gezielt für den Wirtschaftsstandort Frankfurt. Er stellt die Grundlage für alle weiteren Schritte dar, gibt Denkanstöße, zeigt Handlungsspielräume auf und spricht Handlungsempfehlungen sowie Projektideen aus. Die Handlungsempfehlungen gilt es nach der jetzigen Veröffentlichung zusammen mit allen Beteiligten auf Seiten der Kultur- und Kreativwirtschaft ebenso wie auf Seiten der Stadtpolitik und Verwaltung zu diskutieren, zu analysieren und zu priorisieren. Der dynamische Masterplan versteht sich als Fahrplan für die Weiterentwicklung der Creative City Frankfurt am Main.

Der Masterplan Kreativwirtschaft 2021-2026 steht unter https://masterplan.creativehubfrankfurt.de/External Link zum Download bereit.

 

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