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Mit spannenden Sonderausstellungen beginnt das neue Kunst- und Kulturjahr 2023 am Museumsufer – in 39 Museen!

02.12.2022, 13:15 Uhr

Nach einem ereignisreichen Ausstellungsjahr 2022 und der Erweiterung des Frankfurter Museumsufers um das Museum of Modern and Electronic Music wagt Kulturdezernentin Ina Hartwig einen Ausblick auf die zahlreichen Sonderschauen und großen Feierlichkeiten anlässlich des bevorstehenden Paulskirchenjubiläums: „Als zentraler Schauplatz der Deutschen Revolution von 1848/49 ist Frankfurt der richtige Ort, um an die historischen Ereignisse und ihre gesamtdeutsche Bedeutung zu erinnern. Es freut mich sehr, dass unsere Museen den 175. Jahrestag der Deutschen Nationalversammlung auf so vielfältige Weise in ihrer Programmplanung berücksichtigen. Dies ermöglicht uns unterschiedliche Zugänge und wertvolle Rückschlüsse. Gerade in der gegenwärtigen Zeit ist es von besonderer Relevanz, sich die Geschichte unserer Demokratie in Erinnerung zu rufen und ihre Bedeutung auch heute zu stärken.“

Noch bis zum 18. September 2023 ist im Institut für Stadtgeschichte die Ausstellung „Auf die Barrikaden! Paulskirchenparlament und Revolution 1848/49 in Frankfurt“ zu sehen. Das  Historische Museum bereitet ein partizipatives Stadtlabor mit dem Titel „Demokratie-Labor – Vom Versprechen der Gleichheit“ vor, dessen Ausstellung vom 16. Mai 2023 bis 14. April 2024 stattfinden wird. Mit „Romantik und Parlamentarismus. Jacob Grimm und Ludwig Uhland in der Frankfurter Paulskirche“ vom 12. Mai bis 30. Juli 2023 beteiligt sich das Deutsche Romantik-Museum ebenfalls an dem Ausstellungsreigen. „Dem Volke sei der Sieg gebracht – Friedrich Stoltze und die Nationalversammlung in der Paulskirche 1848/49“ ist im Stoltze-Museum der Frankfurter Sparkasse vom 4. Mai 2023 bis Ende März 2024 zu sehen.

Weiterhin plant der Frankfurter Kunstverein eine Installation im öffentlichen Raum, das Jüdische Museum eröffnet am 14. Mai 2023 eine Ausstellung zu Wilhelm Merton und der sozialen Frage, und das Struwwelpeter Museum zeigt von Anfang Mai 2023 bis Januar 2024 eine Ausstellung zu Struwwelpeter „als Radikalem“ sowie zu politischen Karikaturen der Paulskirchen-Zeit. Auch das Archäologische Museum und das Caricatura Museum beteiligen sich mit Projekten und Ausstellungen an den Feierlichkeiten, ebenso wie zahlreiche andere Kultureinrichtungen, Institutionen und Vereine.
 
Einen weiteren Blick in die Vergangenheit übt das Historische Museum Frankfurt mit „Inflation 1923. Krieg, Geld und Trauma“ vom 3. Mai bis 10. September 2023. Die Ausstellung rahmt das Inflationsgeschehen um 1923 mit der Darstellung historischer Teuerungen und dem nachfolgenden Aufstieg Hitlers ein, um anschließend über die Währungsreformen 1948, 1990 und 2001 in die Gegenwart zu führen. Sie greift damit ein existentielles und gegenwärtiges Thema auf.
 
Die Sonderausstellungen am Museumsufer präsentieren auch immer wieder starke Künstlerpersönlichkeiten. 2023 würdigt die Schirn Kunsthalle Niki de Saint Phalle und damit eine außergewöhnliche, radikal feministische Künstlerin. Die „Nanas“, bunte, großformatigen Frauenfiguren, begründeten ihren internationalen Erfolg und gelten bis heute als ihr Markenzeichen. Die große Überblicksausstellung ist vom 3. Februar bis 21. Mai 2023 zu sehen. Eine Expedition in die Welt von Loriot – bürgerlich Vicco von Bülow – unternimmt das Caricatura Museum anlässlich des 100. Geburtstags des wohl bekanntesten Humoristen Deutschlands. Mit seinem Sinn für das Absurde und Groteske im bürgerlichen Milieu, seinem Gebrauch der deutschen Sprache und den berühmten Knollennasenmännchen beherrschte er lange Zeit als Humorschaffender die Medienlandschaft.
 
Eine Ausstellungsübersicht der Museen am Frankfurter Museumsufer 2023/2024 findet sich in dem beigefügten PDF.
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